Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 2 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Jakob Klatzki n DitmiiiiiiiitMiiiiiiimiiiiiimiiiiitismiiiiiiiiiiimiiM druck einer tiefen Seelenschicht angesehen werden, der auch an der Oberfläche eines Namens wirksam wurde. Diese psychologisch bedeutsame, aber — und weil — logisch kaum gerechtfertigte Einstellung darf mithin als ein gutes Zeichen für die unverwüstliche Vitalität der palästinazentrisch gerichteten Volksseele gedeutet werden, die in scheinbar irrigen oder zufälligen Aeußerungen des National-Unbewußten oft mehr geschichtliche Realität bezeugt, als in lauten Bekenntnissen und Kundgebungen. Wenn daher gar manche Zionisten angesichts der Jaffaer Ereignisse Kopf und Mut verloren und, indem sie wie plötzlich der Tatsache einer arabischen Majorität sich bewußt wurden, nunmehr die Rechtmäßigkeit der zionistischen Ansprüche bezweifeln oder bestreiten, so könnte sie vielleicht die Einsicht in jene psychologische Tatsache zu einer besseren und mutigeren Erkenntnis führen. Die arabische Majorität ist nicht von gestern — doch hat das jüdische Volk, das schon lange nicht mehr „Volk von Palästina" ist, seine Ansprüche auf Erez-Israel nie preisgegeben; auch als es sich nicht auf nennenswerte Siedlungen im Lande berufen konnte. Das Volk hat zu allen Zeiten diese Rechtmäßigkeit als in seinem Ethos und Schicksal unerschütterlich gegründet zutiefst erlebt. Und das psychische Moment ist von entscheidender Bedeutung für die Legitimität unseres Anspruchs, welcher in geschichtlicher Dauer erhärtet und in qualvoller Ausdauer beglaubigt wurde. Das Subjektive erhält hier die Dignität des Objektiven. An einer anderen Stelle sagte ich: Unser Anspruch auf Palästina kann sich ja nicht auf die jüdische Be- 2