Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 1 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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IHIIIIIIIIIIIIIIII.....■llllllllllIlllllUIIIIIIIIIUlllllllUIIIIIIIIHIUIIIIIIIIIIIIIilllllllilUlllllllllllllUllllllllllllllllll/IH ARABER- ODER JUDENFRAGE IN PALÄSTINA? I. Araberfrage — ist dieser Name nicht irreführend? Bedeutet nicht schon diese Formulierung eine Verkennung des Problems, eine Verschiebung der Problemstellung? Alle Völker und Länder haben ihre Judenfragen — und das jüdische Volk hat in seinem Lande, in Erez-Israel, eine Araberfrage. So will es scheinen. Und wir könnten beinahe froh sein, dass wir, Territorialvölkern gleichgestellt, in einem einzigen Lande nicht Objekt, sondern Subjekt, gleichsam Besitzer einer Frage sind . . . Liegt hier nicht lediglich eine Namensverwechslung vor? und ist sie nicht die Verschleierung einer andern Frage? Sollte man nicht ehrlicherweise von einer Judenfrage in Palästina sprechen? Indes ist diese Formulierung weder gewollte Irreführung noch sinnlose Selbsttäuschung. Vielmehr verrät sich in ihr ein Grundzug unseres nationalen Ethos. In der jüdischen Volkspsyche ist Palästina als ihr Heim, als Vaterland und nicht nur als Land der Väter, so tief verwurzelt, daß in ihr der Gedanke einer Judenfrage in Erez-Israel nicht aufkommen konnte; sie wehrt sich instinktiv gegen eine solche Fragestellung, die sie als Blasphemie, als Verletzung zuinnerst erlebter und in Leiden geheiligter Rechte empfindet. So unwesentlich auch der Name eines Problems sein mag, ist er in diesem Falle also nicht Zufall und ebensowenig Absicht. Er darf als ein charakteristischer Aus- Freie Zionistische Blätter III, i I