Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 2 (4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Aufgabe n der Stun de mimifiiifiiiiiiiuiiiiiuiiitiiiiiiiuiiiiHimiiiiiMiiiimm unheimliches Ungeheuer, ihr eigenes lieben führt und ihre eigenen Macher immer weiter mit sich fortreißt, der wird verstehen, warum man verpflichtet ist, immer wieder auf diese Frage zurückzukommen*). * , * * Die Krise steht über uns, sie lähmt uns, sie knickt unsere Hoffnungen. Wir können ihr nicht entgehen und wir können ihren Bann nicht gewaltsam brechen. Schon diese Erkenntnis sollte uns stärken. Sie sollte uns Geduld lehren. Geduld und Vertrauen. Aber der Krise begegnen können wir nur durch eine Anspannung aller unserer Kräfte, durch eine Weiterung unseres Blickes in größere Fernen, durch eine Besinnung auf unser tiefstes Wesen. Spannen wir unsere Kräfte an und weiten wir unser Arbeitsfeld. Heute unausgenützte Arbeitskräfte werden Verwendung finden, aus Fülle kleiner Arbeit am Wege, ständiger Berührung mit dem Werke wird auch in der Diaspora freudige Zuversicht strömen, und wir werden in voller Krise ein langsames Wachsen fühlen. Besinnen wir uns auf unser tiefstes Wesen. Nicht darum geht es, in Palästina „sozialistische" Politik oder eine andere „Politik" zu treiben. Diese kann oft nicht besser sein *) Wie groß die Gefahr ist, beweist die Tatsache, daß im hoffnungsreichsten, im deutschen Zionismus nur eine Stimme sich zu dieser Frage erhoben hat. (Berthold Cohn in der „Jüd. Rundschau" Nr. 13, S. 87.) Dies sei hier aus geschichtlichen Gründen angemerkt. Zwei Jahre nach dem Weltkrieg! — Naiv ist die Meinung einiger palästinensischer Kreise, diese Frage gehe nur sie an, nicht die „Diasporaliteraten". Wenn wir irgendwo Gefährliches und Schlechtes erblicken, haben wir nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, zu warnen. Wieviel mehr in dem Regenerationswerke unseres Volkes, das ui\s am Herzen liegt. 23