Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 2 (4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 24 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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H a n uiiiUMumiiiiiiiiminiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiii S als eine bourgeoise. Wir sind ein besonderes Volk. Diejenigen, die das in demokratisch-bürgerlicher Gleichmacherei leugnen, verleugnen unsere Geschichte. Unsere „Besonderheit" ist kein Glück, keine Herrschaft, vielmehr eine Pflicht, eine Last, eine Berufung mit all dem Glück und all der Verzweiflung einer solchen. Jedes Volk hat die seine; wir haben unsere doppelt, wir, das „Volk der Mitte", das alles in sich vereinigt, alle Gegensätze, das überall verstreut ist und das alle überdauert. Die Krise ist eine übernationale. Sie kann nur durch die vereinigten Anstrengungen aller Völker gelöst werden: es genügt heute nicht mehr die Einheit Europas allein, die Krise hat auch Asien ergriffen. Die Geschicke aller Völker sind miteinander unlöslich verflochten. Den Weg aus der Krise kann nur die Besinnung jedes einzelnen geben. Im neunzehnten Jahrhundert hat jener Mann gelebt, der so tief wie keiner in unseres Wesens Kern, in den Sinn unserer Geschichte eingedrungen ist: Moses Heß. Er bleibt uns das Beispiel dessen, der, voll und ganz Europäer im besten Sinne des Wortes, die Quellen seines Wesens in sich nicht verschüttet hat. Er schafft uns unseren Nationalismus aus uralter Blutbewußtheit menschheitlicher Aufgabe: „Das Judentum ist vor allen Dingen eine Nationalität, deren Geschichte, Jahrtausende überdauernd, mit jener der Menschheit Hand in Hand geht, eine Nation, die schon einmal das geistige Regenerationsorgan der sozialen Welt war und welche heute, nachdem der Verjüngungsprozeß der weltgeschichtlichen Kulturvölker seiner Vollendung entgegenreift, mit der Wiedergeburt derselben ihre eigene Auferstehung feiert." Heimlos und in der Mitte spannt sich das jüdische Volk 24