Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 2 (4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 22 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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H a n s K o h n ■ififiiiifiiiiiifiirifrtrirtifriitiiififiiiiifrfrfriirfirfiifrifiiifiiiiiiiirfifiiifiiifftftifiifiuifiiifiiiiiiiiiifiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiintiiia er würde sehr gut verstehen, daß Juden und Araber friedlich nebeneinander wohnen können. Wenn heute einzelne Araber manchmal uns feindlich gesinnt sind, so ist dies nur eine Folge unserer Schwäche : sie sehen, daß statt, wie sie erwartet haben, im Lande eine energische Aufbautätigkeit zu beginnen, unsere Stellung nicht stärker wird. Sie lernen uns geringschätzen, nicht weil wir nicht Waffen tragen, sondern weil sie uns nicht arbeiten sehen. Eine stärkere Aufbautätigkeit unsererseits wird das „Problem" lösen. Waffenrasseln aber wird nur die Sympathien verscherzen, die wir nötig haben, und ernste Gefahren für das ganze Siedlungswerk mit sich bringen. Alle außenstehenden Betrachter des Zionismus sehen in der Araberfrage seinen Prüfstein. Aber obwohl praktisch die Frage der Legion keine allzu große Bedeutung gewinnen kann, weil sie in einem arabischen Lande, das von arabischen Nachbargebieten umgeben ist, eine Unmöglichkeit darstellt, bedeutet die Legionsgesinnung und die ganze gefühlsmässige Machtstellung den Arabern gegenüber eine ungeheure Gefahr für uns. Vor dieser gilt es immer wieder zu warnen. Ist nicht die Besiedlung Palästinas allein das Entscheidende, sondern ist es uns wesentlich, was in Palästina gebaut wird und wie, dann müssen wir erklären, daß, wenn Palästina nur dann unser sein kann, wenn wir mit dem Teufel zusammengehen müßten, Palästina nicht unser sein wir d. Aber wir glauben fest, daß Palästina auch ohne ein Bündnis mit dem Teufel unser werden kann, ja es nur dann werden kann. Wer aber weiß, wie groß menschliche Herdendummheit sein kann, wer die Macht der öffentlichen Meinung über die Gemüter kennt, wer weiß, wie die öffentliche Meinung gemacht wird, und wie sie, einmal geworden, ein 22