Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 1 (1.1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Ja ko b Klatzkin uitiiimiiiiiiiitiiiiiiiiiiimiiiiiitiiiiiMiiiiiiiiiiim Alle diplomatischen Erfolge sind nichtig, wenn sie durch die Lockerung dieser Volkspositionen erkauft werden. Keinem wie dem jüdischen Volke ist die Jugend von solch schicksalsentscheidender Bedeutung. Alle anderen Völker haben aufgespeicherte politische Güter und festgefügte Machtpositionen. Unser politisches Haben ist eine Antizipation, ein Sollen. Unsere Stärke und Macht ist die Stärke der zionistischen Jugend, die Macht des auf eine neugeartete Zukunft gerichteten Willens; aus den Idealen der Zukunft schöpfen wir Energien, die die Gegenwart tragen. Daher war der Zionismus im tiefsten Sinne eine Jugendbewegung, die der Wirklichkeit als Gegebenheit trotzt und eine Wirklichkeit als Idee vorwegnimmt — und eine Jugendbewegung in diesem Sinne, im Sinne eines revolutionären Willens und Glaubens muß er bleiben. Eine Diplomatie, die in Methode und Taktik eine demoralisierende Rückwirkung auf das Volk ausübt, kann nicht mehr Mittel einer nationalen Politik sein. Eine solche Diplomatie steht vielmehr in einem krassen Widerspruch zu der Politik, der sie angeblich dient. Erst recht verhängnisvoll muß sie für eine Politik sein, die keine Realitätswerte besitzt und nur in einer idealen Volkspolitik ihren realen Stützpunkt hat. Zugleich rnit der Jugend droht auch die jüdische Masse uns verloren zu gehen. Wohl ist die Tiefe ihrer Seele verschüttert, verkrustet und verdeckt von der dunklen Oberschicht, die die Not des Alltags und der Schmutz des Elends in ihrem Bewußtsein abgelagert haben. Doch in den Hintergründen ihrer Seele liegt noch die Ideengläubigkeit revolutionärer Art, ihre wahre Jugendlichkeit, das Geheimnis ihres Daseins. Darum hat sie der Zionismus so 22