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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1926-01-01 · 1915-1926 · page 12

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1915-1926
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580866--2574-2583453
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- 13 - der beiden Schulen nur die Verwaltungskörper der Israelitischen Religionsgesellschaft, die Berufsgenossen sowie die Familie des Verstorbenen eingeladen werden konnten. Namens des Schulrates widmete Herr Adolf Stern dem Verblichenen Worte tiefempfundenen Dankes; im Auftrage des Gemeindevorstandes rühmte Herr Jacob Rosenheim die echte, innige Religiosität, die der verstorbene Direktor der Jugend einzuflößen verstanden hat, und für den Elternbeirat sprach Herr Leopold Oppenheimer im gleichen Sinne. Eine breit angelegte Gedächtnisrede des mit der Stellvertretung im Direktorat seit dem 16. April 1923 betrauten Studienrats Fink entwarf ein Bild von dem Werdegang des Direktors und seiner Bedeutung für die Schule. Umrahmt war die Feier von ergreifenden Gesängen eines Männerquartetts unter Leitung des Gesanglehrers Neu m a h n. Tief und aufrichtig-waren der Schmerz und die Trauer um den schon so früh der Schule und seiner Familie Entrissenen, ganz besonders innig fühlten wir den Jammer und das Unglück, die mit seinem Ableben über seine Witwe und seine Kinder hereingebrochen waren. Aber eben diese weitreichende und tiefgehende Teilnahme war doch wiederum geeignet, seine so schwer geprüfte Familie aufzurichten und sie mit dem tröstlichen Bewußtsein zu durchdringen, daß ihr teures Haupt nicht vergebens seine Kräfte dem Priesterdienste an der Jugend geweiht hatte. Nachdem Herr StudienratDr. Caro in den letzten Wochen des Schuljahres 1922/23 und die erste Woche des Schuljahres 1923/24 den beurlaubten Direktor vertreten hatte, dann aber infolge eigener Erkrankung auf diese Stellung hatte verzichten müssen, trat der Lehrerausschuß an den Unterzeichneten mit der Aufforderung heran, seinerseits in die Bresche zu treten, damit die Anstalt der Leitung nicht entbehre. Nur dem dringenden Verlangen des Kollegiums Rechnung tragend, hat er sich entschließen können, die für seine nicht mehr jungen Schultern harte Bürde dieses verantwortungsschweren Amtes auf sich zu nehmen, wobei freilich das durch den Lehrerausschuß zutage getretene und von der Patronatsbehörde geteilte Vertrauen seiner Mitarbeiter als überaus wertvolle Stütze ihm aufmunternd zur Seite trat. Als später nach dem Heimgang von Herrn Direktor Dr. Lange die Leitung der Schule endgültig zu vergeben war, wurde sie vom Gemeindevorstande gemäß dem Vorschlage des Schulrates durch Beschluß vom 1. November 1923 dem Unterzeichneten übertragen und damit hatte die Schule ihren vierten Direktor bekommen, der als erster ihr ehedem auch als Schüler, wenn auch nur ein Halbjahr hindurch (Ostern bis Herbst 1873), angehört hatte. Wegen der bestehenden Sperre von Aufrückungsstellen erfolgte jedoch die Bestätigung dieser Wahl zum Studiendirektor seitens des Preußischen Staatsministeriums zunächst noch nicht, sondern erst im folgenden Jahre auf entsprechende Vorstellungen der Gemeindeverwaltung, so daß am 14. September 1924 die offizielle Amtseinführung erfolgen konnte. Bei der aus diesem Anlaß im Festsaale abgehaltenen Feier, die sich wunschgemäß nur im engsten Kreise der Schulgemeinde vollzog, überreichte der Vorsitzende des Schulrates, Herr Adolf Stern, unter Betonung der großen Wichtigkeit dieses Amtes und des in seinen Inhaber gesetzten Vertrauens dem neuen Direktor die Bestallungsurkunde, worauf die im Anhange wiedergegebenen Ansprachen von Herrn Mittelschullehrer Ochsenmann und dem Unterzeichneten gehalten wurden. Aus dem Schuljahre 1923/24 ist de.s weiteren noch zu berichten: Der Unterricht begann am 10. April 1923 mit der regelmäßigen Arbeit, nachdem zuvor der versammelten Schulgemeinde die wichtigsten Bestimmungen der Schul- und Hausordnung nochmals in

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