Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1915-1926
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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irötes warmherzigen Ausdruck, nachdem die Amtsgenossen ihm zugleich mit Herrn Kaufmann in einem geselligen Abend ihre Huldigung dargebracht hatten. Die so frei gewordenen Stellen bekleiden die Herren Max Neu mann seit 1. August 1921 und Studienrat Dr. David Weger seit Ostern 1922. Den Lehrkörper unseres Lyzeums haben folgende Damen verlassen: Frl. K a r o 1 i n e Diefenbronner zum Herbst 1917, Frl. Marianne Bode, in deren Händen die Unterweisung im Kindergarten lag, im Winter 1917, ihre Nachfolgerin, Frl. Johanna Werner, zum Herbst 1918, Oberlehrerin Frl. El friede Weinstein und technische Mehrerin Frl. Cornelie Prange Ostern 1920, Frl. Rebecca Rothschild zum Herbst •1922. Behufs Verheiratung schieden aus: Frl. Jen tili a Jeidel im Herbst 1918. Frl. Rahel Falk Ostern 1919, Frl. Ida Katz im Winter 1919. Ersatz fanden diese Damen in den Lehrerinnen: Frl. Hilde Lange von Ostern 1918 bis Herbst 1923, Frl. Rebecca Rothschild von Ostern 1919 bis Herbst 1922, Frl. Gertrud Sichel von Ostern 1920 bis Herbst 1923, Frl. Lina Birnbaum seit Ostern 1920, Frl. Charlotte .Sulzbach seit dem Sommer 1922, Frl. Lisbeth Silberberg seit Herbst 1922 und und Frl. Minna Keilson seit Herbst 1923. Die Studienassessoren Dr. Buttenwieser und Ehrmann sowie Knorsch und Heß gehörten nacheinander zur Anstalt von 1919 an je ein Jahr lang. Als die Not der langen, bitteren Kriegsjahre gewichen war und die Seele wieder aus. der Beklemmung sich einigermaßen erholt hatte, nahm auch die geistige Arbeit der Lehrerschaft außerhalb der Unterrichtsstunden einen beachtenswerten Aufschwung: während der Winterferien 1921 versammelte sich eine größere Anzahl von Vertretern derjenigen höheren Schulen, die unseren religiösen Standpunkt teilen, in unserem Schulhause," um unter Leitung von Direktor Dr. Lange dringende Fragen der Gestaltung des hebräischen Unterrichts zu besprechen. Seine Erkrankung und sein vorzeitiges Ableben haben es mitverschuldet, daß diese Bestrebungen bislang geruht haben. Glücklicherweise fanden sie auf der zu Chanukkah 1924 in Hamburg im Anschluß an die Tagung des Bundes Jüdischer Akademiker stattgehabten Versammlung gleichgesinnter Schulmänner ihre verheißungsvolle Neubelebung und Fortsetzung, von der für die in Betracht kommenden Schulen noch mancher Segen zu erhoffen ist. Schon jetzt wird jedem erweiterten Bedürfnis nach Unterweisung in niPD und kidj durch freundliches Entgegenkommen der hiesigen Thora-Lehran- - stalt (nw) Rechnung getragen. Seit dem Sommer 1919 hat sie nämlich Einrichtungen getroffen, die unseren Knaben Gelegenheit bieten, das in den hebräischen Stunden auf der Schule Gelernte in besonders für sie bestimmten omy» zu vertiefen und zu erweitern. Wenn sie dann nach Abschluß ihrer Schulbildung, wie es der sehnlichste Wunsch eines gottlob immer größer werdenden Kreises voh Eltern ist, zur nyip* als ordentliche Hörer ^übergehen, vermögen sie dem Gange des Unterrichts auf dieser Hochschule ohne weiteres?zu folgen. Freilich ist auch die Schule ihrerseits fortgesetzt bemüht, den Unterricht in den hebräischen Fächern, dessen Ziele uns zumeist am Herzen liegen, nach bestem Können auszugestalten und zu fördern, insbesondere auch durch Teilung der Klassen in Unterabteilungen, die nach der Befähigung der Schüler zusammengestellt werden. So wurde beispielsweise im Jahre 1919/20 die Sekunda in drei kiöj-Abteilungen unterrichtet. Aber;auch hier sind noch manche Widerstände zu überwinden, die mit dem herrschen-;'den Mangel;an geeigneten Lehrkräften und der finanziellen Notlage im Zuvsammenhange^stehen. ... .-'/».:.