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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1926-01-01 · 1915-1926 · page 4

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1915-1926
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
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- 5 - Glücklicherweise sind unter diesen Amtsgenossen nur wenige aus dem Leben geschiederi, die anderen erfreuen sich noch des wohlverdienten Ruhestandes. Kurz vor Ausbruch des Krieges starb Herr Karl Schwarz, der eine Reihe von Jahren einen Teil unseres Gesangunterrichtes leitete. Auch unser ehemaliger Gesanglehrer, Herr Karl Wahl, verschied während des Krieges, nachdem er einige Jahre zuvor (Herbst 1911) in den Ruhestand getreten war. Auf dem Schlachtfelde erlitten den Heldentod, der Handelslehrer Hermann Goldschmidt sowie Assessor D r. C o n z e. Zu gleicher Zeit erlag Herr Handelslehrer Puff einem tückischen Leiden. Einen hoffnungsvollen Referendar, Siegfried Jeidel, der aus mehrjähriger Gefangenschaft im östlichen Sibirien nach Kriegsende zu uns gekommen war und einen Teil des Religionsunterrichtes in der Tertia übernommen hatte, mußten wir kurz darauf als ein Opfer des Krieges ins Grab sinken sehen. Auch zwei ehemalige Lehrerinnen raffte der unerbittliche Tod in dieser Zeit hinweg: Frau Josef ine Prestel, die vom Jahre 1870 bis 1900 ah unserer Töchterschule gewirkt hat, dabei ganz besonders die ersten Jahrgänge durch ihr stets heiteres Wesen beglückte und diese zartesten Menschenblüten vermöge einer besonderen Befähigung zum Einfühlen in ihre jungen Seelen an die Schule zu fesseln verstand, starb hochbetagt im Sommer 1915. Drei Jahre später folgte ihr in den Tod die ehemalige Lehrerin für Handarbeiten, Fräulein K. Neumü 11 er. Der Lehrer für Kunstgeschichte, Dr. Friedlieb Rausch starb Ende 1916, Dr. Albert Bender, der seit 1886, pensioniert war,, im Juni 1917 und Turnlehrer Josef Kösterich im Sommer 1922. Einen besonders herben Verlust erlitt unsere Schule durch den am 28. Januar 1918 erfolgten Heimgang des in fast vierzigjähriger Dienstzeit treu erprobten, um die religiöse Erziehung unserer Jugend erfolgreich bemühten Professors Michael Altmann. Von inniger, aufrichtiger Begeisterung für das alte, unverfälschte Judentum erfüllt, war es ihm beschieden, in einer von berufsfreudiger Hingebung an die Jugenderziehung getragenen Schularbeit Generationen unserer Kinder mit tiefer Begeisterung und unwandelbarer Treue gegen das Religionsgesetz zu erfüllen. So hat er ein inniges Band der Liebe und Verehrung um sich und sie geschlungen und in ihren Herzen ein dauerndes, ehrenvolles Gedächtnis sich gesichert. Die Schule wird allen diesen wackeren Männern und Frauen, die ihr treue und wertvolle Dienste geleistet haben, stets ein dankbares, ehrendes Andenken bewahren. In den endgültigen Ruhestand sind während der Berichtszeit übergegangen die Herren Prof. F. Strenger zum Herbst 1918, J. Bendix am Schlüsse des Schuljahres 1918/19 und, dem Gesetze vom 15. Dez. 1920 über die Altersgrenze zufolge, Prof. F. Zander zum Herbst 1921 und M.Kaufmann zum Herbst 1922. Anerkennung und Dank für ihre ersprießliche Arbeit bei der geistigen Förderung unserer Jugend waren ihnen jeweils bei der Feier ihrer Jubiläen nach 25 jähriger Dienstzeit seitens der Gemeindeverwaltung zuteil geworden; Herrn Kaufmann war es auch vergönnt, kurz vor seinem Scheiden aus dem Dienste unter freudiger Teilnahme von Schulverwaltung und Lehrerkollegium sein Jubiläum nach 40jähriger Amtstätigkeit zu begehen. Auch Herr Prof. Adolf Weyl mußte zu gleicher Zeit wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem Schuldienste scheiden. Diesen vielseitig gelehrten Mann, der kraft seines erstaunlichen Gedächtnisses und seines scharfen Verstandes weit über den engeren Kreis der Schulgemeinde hinaus in hohem Ansehen steht, sah das Lehrerkollegium mit aufrichtigem Bedauern aus seiner Arbeitsgemeinschaft scheiden. Gleichen Empfindungen und dem Danke für seine unterrichtlichen Erfolge verlieh bei der ScnTußfeier zu Ostern 1923 Herr D r. Oscar Klau als Vertreter des Schul-

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