Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1928
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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— 24 — entsprechen, ist eine möglichst genaue Kenntnis des Seeienzustandes jedes einzelnen Schülers besonders im Entwicklungsalter nötig. Individuelle Behandlung kann gefördert werden durch: a) Verkehr mit der Schülerschaft auch außerhalb des Unterrichts: b.) Nutzung der Wandertage zur Erkenntnis der Charaktere; c.) Pflege des Vertrauenschülersystems; d.) Möglichst geringe Klassenfrequenz; e.) Offene Aussprache der Eltern gegenüber den Lehrern. Bei der Verfassungsfeier am 11. August gelang es Herrn Stuüienrat Dr. Weger durch seine Festrede den richtigen Begriff einer demokratischen Verfassung und der in ihr verankerten Freiheit dem Verständnis unserer Kinder nahe zu bringen. Am Nachmittag beteiligten sich mehrere Klassen unter Führung ihrer Lehrer an der Feier der Städtischen Schulen im Stadion. Audi sonst haben unsere Kinder durch die vermehrten Wandertage Gelegenheit bekommen, mehr als früher in Goiies freier Natur sich zu tummeln. Bei einer solchen Wanderung wurde in der Realschule eine die fünf unteren Klassen umfassende Aufstellung über die Geidausgaben gemacht, die diese annähernd 200 Schüler außer dem Fahrgeld noch machen. Bei einer Gesamtausgabe von Mk. 56,65 hatten gar keine Ausgaben gemacht. VI V | IV Ulli Olli Hundertsatz „ 0 rt nA! der Schüler 18'2 24 10>5 &-6 V Die Ausgaben betrugen durchschnittlich: Pfennig 19,5 32,6 36,3 44,4 41,1 Der Gesamtdurchschnitt der Ausgaben war 3ö,3 Pfennig. Die unter unseren Zöglingen nicht selten beobachtete Neigung zu Haltungsfehlern veranlagte die Einführung von besonderen Stunden für orthopädisches Turnen. 12 Knaben und 14 Mädchen wurden getrennt in je zwei Wochensiunden mit merkbaren Erfolge von unserer für diesen Unterricht besonders vorgebildeten Turnlehrerin unterwiesen. Herrn Stadtturnrat Echternach, der die Güte hatte, girier solchen Stunde beizuwohnen, sprechen wir auch an dieser Stelle warmen Dank aus. Mit dem Beginn des Winterhalbjahrs verliefe die Studienreferendarin Fräulein Dr. Gertrud Löwenthal nach nur halbjähriger Beschäftigung unser Lyzeum, um an einem hiesigen Oberlyzeum den Vorbereitungsdienst abzuschließen. Dies hatte die Zusammenlegung der beiden Parailelabteilungen in Olli des Lyzeum zur Folge, eine Maf3nahme, zu der wir nur ungern und lediglich dem Zwange der Verhältnisse nachgebend uns entschlossen haben. Am 11. Januar beehrte der Dezernent unsere Anstalt mit einem längeren Besuche. Zum Beginn des Winterhalbjahres war das Dezernat unserer Schule auf den neu ernannten Oberschulrat Herrn Dr. Deiters in Kassel, übergegangen. Dieser Wechsel gibt uns erwünschten AnlaB, unserem bisherigen Dezernenten beim Provinzialschulkoilegium, Herrn Geh. Regierungs- und Oberschulrat Dr. Gerstenberg herzlichen Dank auszusprechen für die wohlwollende Teilnahme, die er stets den 3elangen unserer Anstalt entgegengebracht hat. Gleiche Gefühle aufrichtiger Verehrung und inniger Dankbarkeit erfüllen uns auch dem Präsidenten des Provinzialschulkollegiums, Herrn Geh. Regierungs- und Oberschulrat Dr. Borbein, gegenüber, der infolge Erreichung der