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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1928-01-01 · 1928 · page 27

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1928
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580850--2698-2583141
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Altersgrenze am Ende des Sommerhalbjahrs aus dem Dienst geschieden ist. Unsere herzlichsten Segenswünsche begleiten ihn in den durch unentwegte fruchtbare Arbeit wohlverdienten Ruhestand, der sich ihm für viele Jahre zu einem otium cum dignitaie in ungetrübter Gesundheit gestalten möge. Nur wenige Jahre eines solchen Ruhestandes waren zweien unserer ehemaligen Lehrer beschieden. Am 23. Dezember verschied Herr Prof. Dr. Jonas Bondi. Mit ihm ist ein in fast vierzigjähriger, treu bewährter Hingebung an den Dienst für die Jugend erprobter Lehrer in die Ewigkeit eingegangen. Ausgestattet mit reichem Wissen auf den verschiedenen Gebieten der hebräischen wie der deutschen Literatur, hat er viele Generationen von Schülern und Schülerinnen mit feinem pädagogischem Takt für die höchsten Ideale so zu begeistern verstanden, daß sie mit ungeheuchelter Verehrung und Liebe noch zu seinen Füßen verblieben, wenn sie die Hallen der Schule längst hinter sich gelassen hatten. Er erwies sich ihnen eben als mehr denn bloßer Mehrer ihrer Kenntnisse; er begegnete ihnen als väterlicher freund, als wohlwollender Berater und verfügte dabei über die große Kunst der leichten Einfühlung in die seeliche Verfassung der Jugend, die sich ihm denn auch willig erschloß. Auch uns, seinen Mitarbeitern, war er ein stets zuverlässiger Genosse und Freund, dessen aus dem goldenen Mainz geborener sprudelnder Witz uns über manches Herbe der Berufstätigkeit hinweghalf. Sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, der ihm volle Ächtung vor der abweichenden Meinung anderer einflößte, verlieh ihm die besondere Eignung zum versöhnenden Ausgleich von Gegensätzen, wie sie in jeder Arbeitsgemeinschaft bisweilen zu Tage treten. So hat er sich ein weit hinaus ragendes Denkmal geschaffen, das seinen Namen als den eines wahrhaft vornehmen, edlen Mannes allezeit rühmen wird In demutvoller Besdieidenheit hatte er sich jeden Nachruf an seinem Grabe verbeten. Kurz darauf, am 9. Januar, starb im Alter von 7'2 Jahren Herr Prof. F. Zander. In Vertretung des Unterzeichneten, der zu seinem Leidwesen verhindert war, diesem in einer gemeinsamen Schularbeit von fast vier Jahrzehnten erprobten zuverlässigen Freunde das letzte Geleit zu geben, feierte am Grabe einer seiner ehemaligen Schüler, Herr Studienrai Kaufmann, die großen Verdienste des Verblichenen um die Sdiule. Vorbildliche Treue, peinliche Gewissenhaftigkeit und musterhafte Pünktlichkeit bei der Arbeit zum Wohle unserer Jugend sind nie welkende Blätter im Ruhmeskranze des Heimgegangenen eben so wie d*e Lauterkeit seines Charakters, seine Leutseligkeit, seine Herzensgüte und sein Verständnis für die zartesten Empfindungen unserer Kinder, denen die Verschiedenheit seines religiösen Bekenntnisses gar nicht zum Bewußtsein kam. Das Andenken an diesen wackern Mitarbeiter wird bei uns siels hoch in Ehren gehalten werden. Von Herrn und Frau Dr. Lion Marx, den Eltern der im vorigen Jahre durch einen jähen Tod allzufrüh von uns geschiedenen Gr^-el Marx, wurde eine das Andenken dieses seltenen Kindes ehrende Freiplatzstiftung errichtet, für die wir auch an dieser Stelle unsern Dank aussprechen. Durch sie ist an unserer Schule wiederum ein Baustein zur Neuaufrichtung herangetragen, deren wir so dringend bedürfen, wenn anders die alte Leistungsfähigkeit erhalten bleiben soll. Wir verweisen daher auf diese und die übrigen segensreichen Stiftungen, insbesonders auch auf die großen Vorteile, die unsern Kindern aus der Schulbücherstiftung erwachsen Mit gebührendem Dank verzeichnen wir folgende Geschenke;

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