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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1926-01-01 · 1926 · page 20

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580852--2618-2583098
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16 Den Eltern derjenigen Kinder aber, denen die Versetzung hat versagt werden müssen möchten wir die Erwägung dringend ans Herz legen, daß die Wiederholung einer Klasse weder eine Schande noch ein Unglück ist, daß dagegen sdion manchem, dem vorübergehend die Kräfte erlahmt waren, der zweijährige Aufenthalt in einer Klasse sie so gestärkt hat, daß er fortan allen Anforderungen erfolgreich hat nachkommen können. Eltern, die einem Mißerfolg der Jahresarbeit vorbeugen wollen, kann nur geraten werden, peinlich darüber zu wachen, daß ihre Kinder tagtäglich ihre Pflichten gegen die Schule aufs pünktlichste erfüllen und gleich mit Beginn des Schuljahres damit einsetzen. Es müßte schon mit Wundern zugehen, wenn ein durchschnittlich begabtes Kind, das vom Anfang bis zum Ende des Jahres ernst und gewissenhaft seine Hausarbeiten angefertigt und dem Unterrichte in der Klasse mit ungeteilter Aufmerksamkeit gefolgt ist, das Klassenziel nicht erreichte. Ein solches Kind bedarf auch keines Privatunterrichts, es sei denn, dass durch Krankheit oder andere unverschuldete Zufälle erhebliche Lücken in seinen Kenntnissen entstanden sind. Geringfügige Mängel, die sich etwa in solchen Fällen herausgebildet haben mögen, können am einfachsten und sichersten durch Mithilfe von Klassengenossen beseitigt werden, die sich häufig als durchaus brauchbare Hilfe erweisen. Jedenfalls sollte zum Ausweg des Privatunterrichts nur nach Rücksprache mit den Lehrern der Klasse gegriffen werden, denn er kann am falschen Platze Schaden dadurch stiften, daß er die Kinder zu stark belastet, sie unselbstständig und darum nur noch schwächer werden lässt, als sie ohne ihn waren. Schwächliche, blutarme oder gar nervöse Kinder, die nach den vielen, meist im geschlossenen Schulraume verbrachten anstrengenden Unterrichtsstunden durchaus der Ruhe bedürfen, sollten gewiss nicht einer Ueberanstrengung durch vermehrte häusliche Arbeit ausgesetzt werden. Dass solche Kinder auch von Musik und ähnlichem häuslichen Unterricht ferngehalten werden, statt dessen aber möglichst ausgiebig frische Luft genießen und im Freien sich bewegen müssen, bedarf nicht erst der besonderen Ausführung. Eine wesentliche Sicherung des Erfolges der Schularbeit liegt in der Ueberwachung und Nachprüfung der Hausarbeiten seitens der Eltern. Ein Aufgabenheft, in das jeder Schüler die in den einzelnen Unterrichtsstunden diktierten oder — in den unteren Klassen — an die Tafel geschriebenen Aufgaben einzutragen hat, setzt die Eltern in den Stand, durch stete Beaufsichtigung der Schüler die Bemühungen der Lehrer zu fördern und darüber zu wachen, dass keine Arbeit vernachlässigt wird. Wenn die Kinder angehalten werden, nicht sofort nach Beendigung des Unterrichts 'oder der Hauptmahlzeit, sondern zu festen dazu geeigneten Tageszeiten, die Schularbeiten zu erledigen, wenn sie abends früh genug zu Bette gehen, um einen ausgiebigen festen Schlaf zu genießen, wenn sie ferner zeitig genug aufstehen, um nach beendigtem Gebete auch noch in Ruhe das erste Frühstück verzehren und ohne Laufen das Schulhaus zur festgesetzten Stunde — aber auch nicht gar zu früh - zu erreichen, dann sind wichtige Bedingungen erfüllt, die den Erfolg der Arbeit sichern. An der Hand des Stundenplanes können die Eltern mühelos nachprüfen, ob ihre Kinder nach beendetem Unterricht pünktlich wieder nach Hause kommen und sich nicht etwa in den Straßen unserer Grossstadt aufhalten, was leicht zu allerlei Unzuträglichkeiten führen könnte. Lesestoff. Einer besonderen Ueberwachung wert ist auch der Lesestoff, den die Schüler in ihren Musestunden nach getaner Arbeit in sich aufnehmen sollen. Soweit es sich hierbei um

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