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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1926-01-01 · 1926 · page 11

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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IRI
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9 Nadel&rheiisunierrichi am Lyzeum. Der Nadelarbeiisunterricht wurde an unserer Anstalt nach den Richtlinien vom 6. April 1925 erteilt. Die Klassen wurden in je zwei Abteilungen eingeteilt, die getrennt von den Nadelarbeitslehrerinnen nach Arbeitsschulmethode unterrichtet wurden. Wir versuchen, durch Selbsttätigkeit zur Selbständigkeit zu erziehen. Es wurden in den verschiedenen Klassen praktische Gebrauchsgegenstände angefertigt nach selbstgestalteten Schnitten. Hauptwert wurde auf einfache, geschmackvolle Durcharbeitung der Gegenstände und auf die Ausbesserungsarbeiten gelegt. Begabtere Kinder durften freie Nebenarbeiten herstellen. Es nahmen aufcer 3 Schülerinnen, die auf Grund eines ärztl. Zeugnisses befreit waren, olle am Nadelarbeitsunterricht teil. Aus der U II nahmen von 26 Schülerinnen 25 am Nadelarbeitsunterricht teil. (Der Unterricht ist wahlfrei und liegt in den Nachmittagsstunden.) Wir versuchten, Gestaltungs¬ und Farbübungen, die aus dem Zeichenunterricht hervorgingen, in der Handarbeitsstunde praktisch auszuführen. Zeichnen VI. Einführung in die Grundbegriffe des Zeichnens und Schauens. Einfache Gegenstände aus dem Gesichtskreis des Schülers aus dem Gedächtnis und nach der Natur. Freies Darstellen von Eindrücken aus der Umgebung in kindlicher Auffassung (Material: Kohle und Farbstift). V. Freies Gestalten von Eindrücken und Erlebnissen aus der Umgebung und der Gedankenwelt des Schülers (Schülerin.) Illustrieren von Märchen; Mensch und Tier in einfacher Darstellung mit bevorzugter Anwendung der Wasserfarbe. Zeichnung nach Handwerks¬ und sonstigen Geräten sowie nach Gebrauchsgegenständen. Einfache Farbübungen. IV. Weiteres Zeichnen nach Flachgegenständen. Stärkeres Hinleiten zur Beobachtung der Natur und Kunstformen und ihre gedächtnismäfeige Wiedergabe. Zeichnen von Obst und einfachen Zweigen nach der Natur. Schmetterlinge. Einfache farbige Flächenaufteilung (Kohle, Farbstift, Wasserfarbe). U III. Beginn des Zeichnens nach körperlichen Gegenständen. Einführung in das bewußte räumliche Sehen (Perspektive). Sira&e, Allee, Eisenbahndamm, Schulhaus u. s. w. Mensch und Tier als Einzeldarstellung mit Betonung des Charakteristischen. Blatt und Blütenformen in flächiger besonders farbiger Wiedergabe. Fortsetzung der Uebungen in farbiger Flächenaufteilung und Entwerfen einfacher Muster. O III. Fortsetzung der Uebungen in räumlichen Sehen. Darstellung von Innenräumen und Gebäuden. Zeichnen und Malen von Blumen, Vögeln und Stilleben nach der Natur und aus dem Gedächtnis. Baumteile. Darstellung in Bleistift, Wasserfarbe sowie in Schwarzweik (Knaben): Uebungen in einfacher dekorativer Schrift. (M ä d ch e n): Entwerfen von reicheren Deckenmustern. U IL Erweitertes Naturstudium mit Anleitung zum selbständigen Aufsuchen von geeigneten Motiven. Zeichnen und Malen von Blumen, Stilleben, Baumtrieben, Architektur und Strafeenbildern. Darstellung des Menschen nach der Natur in Zeichnung und Silhouette. Reiche farbige Flächenaufteilungen. Deckenmuster. Uli des Lyzeums. Fortsetzung der Uebungen der vorhergehenden Klasse unter Anleitung zu noch stärkerer künstlerischer Darstellung. Anhaltung zu farbiger Ausdrucksfähigkeit durch breitflächiges Malen. Mensch und Tier nach dem Leben. Besuch von Museen.

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