Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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— 24 — gebracht hat einen Bau, dessen Grundstein sein Vorgänger in weitausschauender Genialität mitten im sturmdurchpeitschten Gewoge feindseliger Machenschaften für alle Zeiten wie einen rocher de bronze, wie einen ehernen Felsen, fest verankert hatte, das war das Schulwesen der Gemeinde. In sinniger Weise haben die ü"V?n "»DDPI: die unvergleichlich hohe Bedeutung, die gerade dieser Gemeinde-Einrichtung zukommt, auch in einem pIDD gefunden, den wir am vergangenen DDE? gelesen haben: zu den Vorzügen des gelobten Landes gehört auch b?"D rP338 }HN „seine Bausteine sind Eisen," wozu sie anmerken: übty bw Wjaa DpDljnP n"n fT013 tibto rraa /npn bü lies nicht „seine Bausteine", sondern „seine Bauleute sind Eisen". Ein solcher ehrenfester Bauherr ist auch unser Rabbiner Breuer n"y gewesen. Er hat in unerschütterlich festem Streben nach Ausdehnung und Vertiefung des min "TO^? durch seinen eisernen Willen es erreicht, dass talmudisches Wissen und Können unter den Mitgliedern unserer Gemeinde weit verbreitet ist, dass vor allem unsere Jugend nach dem Abschluss des Schulbesuchs, ja vielfach schon während desselben sich mit anerkennenswertem Eifer dem „Lernen" widmet und so unserer Gemeinde ein charakterfester Nachwuchs erblüht, der ihren Fortbestand für künftige Geschlechter dadurch sichert, dass aus ihr gebildete Männer und Frauen hervorgehen, die die Ideale einer harmonisch ausgeglichenen Welt- und Lebensanschauung mmn ^"D by gewonnen haben. Wenn ihr, meine lieben Schüler und Schülerinnen, mit der gleichen unwandelbaren Treue wie der teure Verblichene den von unserer mm gezeichneten Pfaden folgen werdet, dann werdet ihr auch eurerseits dazu beitragen, dass an ihm zur Wahrheit werde das Wort uD"Q^ pHS "DT „das ehrenvolle Gedenken, das man dem Frommen durch Befolgung seiner Grundsätze bewahrt, stiftet Segen fort und fort." p«. Auch des allzufrühen Hinscheidens des Herrn Julius M. Bier bat sei hier in ehrender Erinnerung gedacht. Dieser wackere Jude und für die Förderung der Belange unserer Unterrichtsanstalten begeisterte Mann hat eine Reihe von Jahren als Mitglied unserer Patronatsbehörde in hingebungsvollem Eifer an ihren Aufgaben erfolgreich mit* gearbeitet. Unter der Ungunst der Witterung, die dieses Schuljahr unvorteilhaft kennzeichnet, hatte auch der Betrieb der Spielnachmittage merklich zu leiden, sodaß er oft in den Schulhof oder in die Turnhalle verlegt werden mußte. Auch unsere Wandertage erfuhren dadurch manche Einschränkung, dagegen konnten wir unseren Kindern die Teilnahme an lehrreichen Veranstaltungen bieten, die in ihren empfänglichen Seelen Freude und Begeisterung auslösten. Herr Lektor Fraikin [hielt in jeder der drei obersten Klassen beider Schulen eine französische Konversationsstunde ab, der unsere Zöglinge mit lebhafter Teilnahme begegneten und die in ihnen den aufrichtigen Wunsch nach Wiederholung rege machte. Nachhaltige Wirkung hinterließ bei den Schülern und Schülerinnen der vier obersten Jahrgänge die Vorführung lebender Kleinwesen im Wassertropfen und des Wachstums der Kristalle in Mikroprojektion. Bei der Verfassungsfeier am 11. August behandelte Herr Studienassessor Dr. Adler in seiner Festrede jüdische Erziehungsfragen vom historischen Standpunkt. In seiner Gedächtnisrede auf Pestalozzi bei der Gedenkfeier am 16. Februar zeichnete Herr Lyzeal-Oberlehrer Ochsenmann das Bild dieses liebedurchglühten, trotz viel-