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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1904-01-01 · 1904 · page 4

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580834--1623-2582464
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Herr Rektor S c h r o t h für den Frankfurter Lehrervereiii, zu dessen Mitgliedern und Leitern zu allen Zeiten die Lehrer der Realschule gehört hätten, und Herr Baruch Stern im Namen der Israelitischen Volksschule das Wort ergriffen hatten, dankte der Unterzeichnete für die vielen Beweise der Freundschaft und Anerkennung ihres Strebens, welche der Schule an ihrem Jubeltage zu teil geworden seien, und führte dann aus, wie es nicht zwei nebeneinanderstehende Ziele seien, welche diese verfolgte, sondern nur eines, wie es der Gründer der Schule stets betont habe. — Gesetzestreue Juden heran zu ziehen, die durch ihre Treue gegen die Ueberlieferung der Väter auch treue Bürger des deutschen Vaterlandes seien, solle auch fernerhin die Aufgabe der Schule bleiben. Als ein Zeichen der Liebe zu ihrer Schule, die in den Herzen der Gemeindeinitglieder lebt, und der Anhänglichkeit, welche die ehemaligen Zöglinge der Anstalt, aus der sie hervorgegangen sind, bewahrt haben, konnte der nun folgende Teil des Festaktes gelten. Im Auftrage eines Comites, das nur wenige Monate hindurch hatte tätig sein können, überreichte Herr M. A. L o e b mit herzlichen Worten im Auftrage von Freunden und ehemaligen Schülern der Anstalt eine Schenkung, die den Grundstock einer Samson Raphael Hirsch-Stiftung bilden sollte. Es war die stattliche Summe von etwa 80000 Mk.; die er dem Gemeindevorstand mit der Stiftungsurkunde überreichen konnte. Herr W. Hackenbroch, als Vorsitzender der Gemeinde, dankte im Namen der Verwaltung für das alle Erwartung übertreffende Geschenk. Zum Schlüsse der Feier ergriff Herr Provinzialschulrat Dr. Kaiser nochmals das Wort. In wenigen, kernigen Sätzen wies er darauf hin, dass in den Worten aller Redner der Gedanke der Treue gegen des Kaisers Majestät zum Ausdruck gekommen sei, und forderte die Versammlung auf, diese treue Gesinnung durch ein Hoch auf den Landesvater zu bekunden. Mit dem Gesänge des „Heil dir im Siegerkanz" schloss dann die würdige Feier, die wohl auf jeden der Anwesenden tiefen Eindruck gemacht hat. Es sei noch erwähnt, dass am Vormittag des 27. April eine Jubiläumsschrift mit wissenschaftlichen Beiträgen der Herren Sulzbach, Fink, Rönnberg, Strenger, Weyl und des Unterzeichneten zur Ausgabe gelangte. An demselben Tage Messen einige frühere Schülerinnen eine Uebersetzung der Klagelieder des Jeremias nach Aufzeichnungen, die sie sich in den Unterrichtsstunden ihres verehrten sei. Direktors Dr. M. Hirsch gemacht hatten, im Druck erscheinen. Ferner hatte Herr J. Rosenheim mit Erlaubnis der Familie des sei. Herrn Direktors einige Gedichte des Verewigten, die in früherer Zeit bei Schlussfeiern vorgetragen waren, neu auflegen lassen. Der Erlös der beiden Werkchen, die ein Zeichen dankbarer Verehrung sein sollten, wurde der Samson Raphael Hirsch- Stift u n g zugeführt. Am Nachmittage desselben Tages fand, ebenfalls in dem dicht gefüllten Saale des Zoologischen Gartens eine Vorstellung statt, um deren guten Verlauf sich neben Herrn M. Bayerhammer vom hiesigen Schauspielhaus, besonders die Herren Oberlehrer Dr. Bondi, Widmann und Wahl, sowie Frl. Isay verdient gemacht haben. Ein abwechselungsreiches Programm war es, durch welches die Schüler und Schülerinnen der Anstalt Proben ihres Könnens ablegten. Das „Largo" von Händel leitete das Ganze ein, dann folgte ein Festspiel, das, ebenso wie der ihm vorangehende Prolog, reichen Beifall fand, der zweite Akt von 0. Ludwigs „Maccabäer" und einige Scenenaus den „Piccolomini" bildeten den Schluss des ersten Teiles der Aufführung. Der zweite Teil brachte neben der Rom-

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