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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1904-01-01 · 1904 · page 3

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580834--1622-2582463
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— 4 — treter der höheren Schulen Frankfurts, einen Teil der Herren Rektoren der städtischen Elementarschulen und den Herrn Vertreter unserer Schwesteranstalt, der israelitischen Volksschule. Als Vertreter des Königl. Provinzialschulkollegiums hatte Herr Provinzialschulrat Dr. Kais er uns die Ehre seines Erscheinens gegeben und nahm an der Spitze des Lehrerkollegiums, in dessen Mitte auch einige ehemalige Kollegen sich befanden, auf dem Podium Platz. Pünktlich um 10 Uhr wurde die Feier durch einen vierstimmigen Chor: „Der Herr Ist mein Hirte" eingeleitet. Als erster ergriff dann Herr J. Bosenheim das Wort, um im Namen des Schulrats die Erschienenen zu begrüssen. Seine Ansprache von inniger Liebe zu der Anstalt, der er seine erste Bildung verdankt, diktiert, fand lauten Widerhall in den Herzen der ganzen Festversammlung. Lebhaft von allen Anwesenden begrüsst, betrat alsdann Herr Provinzialschulrat Dr. Kaiser, der wie Herr Rosenheim hervorgehoben hatte, die Schule so oft in ihrem Arbeitsgewand gesehen und es jetzt nicht versäumt hatte, an ihrem Ehrentage seine Anteilnahme zu bezeugen, die Tribüne, um in warmen Worten die Glückwünsche der vorgesetzten Behörde zu überbringen. Ein Rückblick auf die Geschichte der Anstalt, die sich, dank dem Beistande Gottes und der Opferwilligkeit der Gemeinde, der sie angehörte, immer weiter entwickelt habe, gab ihm Gelegenheit, die Sympathie der vorgesetzten Behörde mit den Zielen und Bestrebungen der Schule auszudrücken. Als Zeichen der Anerkennung, die auch Seine Majestät, der Kaiser, dem Geiste treuer Pflichterfüllung zollte, der in der Anstalt herrschend wäre, überreichte er den Herren Prof. Dr. Port mann und Prof. Dr. Sulzbach die Insignien des roten Adlerordens 4ter Klasse, die Seine Majestät den Herren verliehen hatte, und dem langjährigen Schuldiener, Herrn Ernst, das allgemeine Ehrenzeichen für langjährige treue Dienste. Mit dem Wunsche, dass der Segen Gottes auch fernerhin so offenkundig auf den Unterrichtsanstalten der Israel. Religionsgesellschaft ruhen möge, schloss er unter rauschendem Beifall seine warmempfundenen Worte. Als geistiges Oberhaupt der Israel. Religionsgesellschaft, deren Lebensnerv die Schule ja ist, sprach Herr Rabbiner Dr. B r e u e r im Namen dieser Gemeinde von deren in der Vergangenheit wurzelnden Hoffnungen für die Zukunft» Anknüpfend an die Worte des Psalmisten roo nmn □WD lDtfD pa „Der Stein, den die Baumeister verschmäht, wurde zum Eck- und Grundstein", führte er aus, wie die Gründung der Anstalt zuerst Hohn und Spott bei vielen gefunden habe, wie aber dann allmählich der Mund der Spötter verstummen musste, und wie die Schule nun das geworden sei, was ihr Begründer von ihr erwartet hätte. So solle es mit Gottes Hilfe für alle Zeiten bleiben. Nachdem so die der Schule näherstehenden Körperschaften ihren Wünschen für dieselbe Ausdruck gegeben hatten, war es zu unsrer Freude auch eine Reihe von Vertretern von Korporationen, die zwar der Realschule der Israel. Religionsgesellschaft ferner stehen, aber doch ihre Anteilnahme an deren Jubelfest bekunden wollten und nunmehr ihre Glückwünsche aussprachen. Als erster wies Herr Bürgermeister Geheimrat Dr. Varrentrapp im Namen der politischen Gemeinde auf die anerkannte Treue gegen die Vaterstadt hin, welche sich bei den Mitgliedern der Israelitischen Religionsgesellschaft — zumeist Zöglingen der Anstalt — stets bewährt habe. Ihm folgte Herr Geheimer-Regierungsrat Prof. Dr. Hartwig, der Direktor des unsrer Realschule benachbarten Kaiser Friedrich-Gymnasiums, welcher den Unterrichtsanstalten der Isr. Religionsgesellschaft im Auftrage der höheren Schulen Frankfurts deren Sympathien ausdrückte. Nachdem hierauf noch Herr Oberlehrer Dr. Michel im Namen des Philanthropms, Herr Rektor Hinkel im Auftrage des Rektorenvereins,

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