Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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bergschen Kindersymphonie, die von etwa 50 kleinen Künstlern korrekt gespielt wurde und auf Verlangen wiederholt werden musste, noch 6 lebende Bilder (mit verbindendem Texte) aus der Reihe der Oppenheimschen „Bilder aus dem jüdischen Familienleben". Da die Nachfrage nach Eintrittskarten für den Nachmittag des 27. April nicht geringer war, als für den Vormittag — es waren über 1000 Personen als Zuschauer in dem Saal und auf den Tribünen — konnte nur ein geringer Teil der Zöglinge der Anstalt zu den Vorstellungen zugelassen werden, und daher wurde der Vormittag des 28. April dazu benutzt, vor den Schülern und Schülerinnen aller Klassen in der Turnhalle der Schule das Programm der ersten Aufführung zu wiederholen. Die glänzenden Augen, die frohen Gesichter der kleinen Schar und der stürmische Freudenausbruch nach jeder einzelnen Darbietung lohnte aber auch die Anstrengung, der sich ein Teil des Lehrerkollegiums durch diese Wiederholung unterzogen hatte, reichlich. Den Abschluss der Jubiläumsfeier bildete ein Festessen, das vom Schulrat zu Ehren des Lehrerkollegiums in den Räumen der Frankfurt-Loge veranstaltet wurde, und zu dem sich fast 350 Herren und Damen eingefunden hatten. Ernste und heitere Reden würzten das Mahl, das die Teilnehmer bis gegen Mitternacht vereinigte und denselben schönen Verlauf nahm, wie alle früheren Veranstaltungen. Verschiedene scenische Darbietungen nach Aufhebung der Tafel, vor allem das humorvolle, parodistische „Bibel und Babel" des Herrn Oberlehrer Dr. B o n d i, der auch bei dieser Gelegenheit die Regie übernommen hatte, trugen dazu bei, die fröhliche Stimmung zu erhalten und zu erhöhen, so dass die ganze Feier ebenso harmonisch auskiang, wie sie begonnen hatte und verlaufen war. Möge sie dazu beigetragen haben, das Interesse für die Schule in weitesten Kreisen wachzuhalten, und möge sie für die an derselben zu wirken Berufenen einen erneuten Ansporn zu weiterem tatkräftigen Schaffen bedeuten!