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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 187

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 187)
Language
German
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IRI
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29 Verhandlungen mit Napoleon von Metternich nicht ganz unterbrochen worden waren.80) In Frankfurt wurde Aignan eröffnet: „Niemand denke daran, Napoleon zu entfernen".8l) Metternich übergab ihm dann am folgenden Tage Briefe seines Kaisers an Marie Luise : „Frankreich, heisst es, solle innerhalb seiner „natürlichen Grränzen", den Pyrenäen, Alpen und dem Rhein, unverkürzt bleiben, es müsste seine Macht und sein Übergewicht behalten". Blücher, der schon am 11. November über den Rhein setzen will, wird dies verwehrt, und doch hätte man nach Neys Zeugnis82) damals keinen Widerstand leisten können.88) Es ist bekannt, mit wie grosser Rücksichtnahme man auch ferner den so vollständig geschlagenen Napoleon behandelte, bis endlich nach dem Scheitern des Friedenscongresses zu Chatillon 84) auch dem blödesten Auge klar wurde, dass man den Ruhestörer nicht an der Spitze Frankreichs lassen dürfe. Diese bekannten Ansichten, die man von der östreichischen Politik bis vor kurzem inbetreff Napoleons gehabt hatte, hat nun Oncken,85) seitdem ihm das östreichische Staatsarchiv zugänglich geworden, in wesentlichen Dingen zu erschüttern versucht. Durch ihn gewinnen wir ein erheblich günstigeres Bild von den Plänen des östreichischen Staatsmannes. Darnach hätte Metternich, auch noch nach der Schlacht bei Bautzen 88), immer nur auf den Sturz 80) Zwiedineck-Südenhorst, S. 428: „Metternich hatte die von Merveldt gebrachten Friedensanträge nicht unberücksichtigt gelassen und suchte Anknüpfung mit Napoleon, erst durch den gefangenen General Lauriston, dann durch St. Aignan." 81) Memoiresdu prince de Talleyrand Paris 1891 S. 137 ff.: Talleyrand urteilt, dass Napoleon allein gegen sich „conspiriert hätte »car il est constant que, jusqu'ä la derniere minute qui a precede saruine, ü n'a dependu que de lui de se sauver" etc. 82) Heilmann: Ney erklärt, die Verbündeten konnten: „compter leurs journees d'etappes jusqu'ä Paris". Treitschke S. 521 : Schlosser „Weltgeschichte" Bd. 15. S. 593. 83) Koppen III. S. 544: Blücher sprach bekanntlich von den „diplomatischen Schuften« im Hauptquartier. 84) Fournier »Congr. v. Chatillon" Leipzig 1900. 85) Vgl. Oncken in „Deutsche Zeitschrift für Gesch. Bd. X. Südenhorst S. 439. W. Schultze in J. B. G. Bd. 17, 1894 Oncken »Oesterreich und Preussen „Band II. S. 101, 102, 104. 86) Oncken, S. 300. V

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