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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 171

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 171)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1571-2582370
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13 Wollte nun Napoleon von Fulda den nächsten Weg nach Mainz einschlagen, so musste er in Schlüchtern in das höchst gefährliche Kinzigtal eintreten. Die Lage des in diesen Engpässen marschierenden französischen Heeres war denn auch ausserordentlich schwierig,40) zumal hinter und vor ihm, auch zur Seite die Feinde waren. Schon am 27. war ein Streifkorps, aus Russen (Kosaken) und Preussen bestehend, etwa 1500 Mann in Fulda eingetroffen, hatte aber diese Stadt wieder preisgegeben, als Napoleon heranzog.4l) In Schlüchtern war es, wo dieser seine gefährliche Lage erkennend, in hastiger Sorge die Frage stellte: Ob das Defile zwischen Wirtheim und Gelnhausen noch offen sei. Als er die kaum gehoffte bejahende Antwort erhielt, brach er in die höhnenden, verächtlichen Worte aus: „Was will denn dieser Herr von Wrede? Er ist geprellt". Und dann: „Das ist ein von mir geniachter Graf, aber kein General von meiner Mache".42) Es gelang Napoleon in der Tat, trotz der von Wrede auf seine Marschlinie entsandten Brigade unter Oberst Mengen in Verbindung mit Obristlieutnant Alberti, ziemlich ungehindert bis vor Gelnhausen zu gelangen. Ernsthafter schienen sich die Gefechte am Ausgange des Passes gestalten zu wollen, wo Abteilungen der von Volkmann geführten Brigade feste, zum Teil schon von Czernischeff vorbereitete Stellungen bei Hailer, an der Abtshecke, bei Gelnhausen und Langenselbold bezogen hatten, doch hatte Volkmann den bestimmten Befehl, sich auf nichts 40) Bei Dörr, a. a. O., finden wir eine militärische Würdigung der Schwierigkeiten des Engpasses. Vergl. Oncken „Zeitalter der Revolution, des Kaiserreichs und der Befreiungskriege, Bd. II, Berlin 1886, S. 709 ff. 41) Roeder XII—XIX. Jos. Goessmann „Beiträge zur Geschichte des vormaligen Fürstentums Fulda" S. 263 Karl Arnd: „Geschichte des Hochstifts Fulda" 1860 S. 263 ff. 421 Napoleon hat nicht immer so ungünstig über Wrede geurteilt. Bis 1811 stand er bei ihm in grosser Gunst, und als Wrede in der Schlacht bei Wagram verwundet wurde, sagte er seinem Stellvertreter Minucci: er solle commandieren wie Wrede, dann werde er sein ganzes Vertrauen gemessen. Allg. d. Biographie Leipzig 1898, 44. Bd., S. 248 u Biogr. univ., nouvelle edit. t. 45 Paris. Ob dem Italiener-Franzosen Napoleon noch ein weiteres Wortspiel vorschwebte etwa Marchensis (Narquis)-Marechal? Nach Heilmann S. 479 soll Napoleon diese Worte schon früher geäussert haben: „C'est un comte de ma facon, mais ce n'est pas un marechal ä ma facon."

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