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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 153

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 153)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1553-2582352
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40 welche bei grosser G-ewebemasse nur eine kleine Oberfläche haben. Ausserdem enthält das Parenchym vieler Blätter schleimige Stoffe, welche infolge grosser Hygroskopität eine geringe Verdunstungsfähigkeit besitzen. Zu den Pflanzen, deren Blätter mit dieser oder jener Schutzvorrichtung gegen zu starke Verdunstung versehen sind, gehören die Fettkräuter und Eiskrautgewächse, die Agaven, die Ananas- und Aloegewächse. Die meisten Fettkräuter und Ananaspflanzen, sowie einige Eiskräuter haben nicht bloss fleischige Blätter, sondern auch einen dicken, fleischigen Stengel, dessen Parenchym ebenso wie das der Blätter als Wasserbehälter dient. Besonders massig ist der fleischige Stamm der Fackeldisteln. Unter diesen Gewächsen, die in mehrfacher Weise auffallend gebaut sind, hat nur Pereskia fleischige Blätter, bei den übrigen Arten verwandeln sich die Blätter in Dorne oder verschwinden ganz. Wie vielen Fackeldisteln, so fehlen auch jenen Wolfsmilchgewächsen, welche nach der ganzen Gestalt ihres fleischigen Stammes den Fackeldisteln täuschend ähnlich sind, die Blätter vollständig. Sehr klein und zur Assimilation ungeeignet sind die Blätter der zu den Gymnospermen gehörenden Arten der Gattung Ephedra, welche in ihrem ganzen Habitus an die Schachtelhalme erinnern. Und die Jerichorose, welche wegen ihres merkwürdigen Verhaltens zu trockener Luft und zum nassen Boden eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, verliert nach dem Verblühen ihre kleinen Blätter, ist aber trotzdem im stände, Pflanzensaft zu bilden und die Früchte zur Reife zu bringen. Bei blattlosen Pflanzen und bei jenen, deren Blätter in Dorne oder Schuppen umgewandelt sind, wird die Kohlensäure-Assimilation durch das grüne Parenchym des fleischigen Stengels besorgt, und dieser Stengel ist vor starker Verdunstung durch dieselben Vorrichtungen geschützt, welche auch den fleischigen Blättern eigen sind. Unter den auf sandigem oder steinigem Boden lebenden Pflanzen giebt es viele Arten, deren Habitus so verändert ist, dass sie mit den verwandten Arten, die auf humusreichem und wasserhaltendem Boden wachsen, gar keine Ähnlichkeit mehr haben. Dies gilt besonders von dem Stechginster und dem Spartgras, welche zu den Schmetterlingsblütern gehören, der Mannstreu und der Jerichorose, den nelkenblumigen Gipskräutern und IV

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