Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 150)
- Language
- German
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37 zeichnet werden, und die zur Aufspeicherungvon Nahrungsstoffen dienen. Auch diese Pflanzenkörper sind einander sehr ähnlich, was offenbar mit ihrem Vorkommen innerhalb des Erdbodens zusammenhängt. Wie die unterirdischen Pflanzenteile sehr gleichförmig gebildet sind, so zeigen auch die Organe der untergetauchten Wasserpflanzen eine grosse Übereinstimmung in der Gestalt. Ihre Wurzeln sind durchweg reduziert, und dienen nur noch als Haftorgane; ihr Stengel ist meist lang gestreckt und sehr dünn, ihre Blätter sind fadenförmig oder zerschlitzt, und beide Teile besitzen eine grosse Elasticität und Zugfestigkeit, so dass sie der Gewalt des flutenden oder wogenden Wassers den nötigen Widerstand leisten können. Die Blätter haben infolge ihrer langen, schmalen Form oder der fein zerteilten Spreite nicht bloss eine grosse Widerstandskraft gegen die starke Bewegung des Wassers, sondern sind auch durch die ihrer eigenartigen Ausbildung entsprechende grosse Oberfläche zur reichlichen Aufnahme der Nahrung befähigt. Die Blätter der in Wassergräben vorkommenden Hornblattgewächse sind schmal und gabelspaltig und die des Tausendblattes und der Sumpfprimel kammförmig gefiedert. Die im schnell fliessenden Wasser lebenden Arten der Hahnenfussgewächse haben vielspaltige Blätter, die zerfaserten Fäden gleichen. Bei Batrachium fluitans und divaricatum sind alle Blätter von dieser gleichen Form. Ebenso haben die Blumenbinse (Butomus), die Salzbinse (Triglochin), das Seegras (Zostera), das fadenblättrige Laichkraut (Potamogeton pectinatus), die Pfriemenkresse (Sabularia) und die aus Italien stammende und als Aquarienpflanze beliebte Vallisneria nur untergetauchte Blätter, welche linealisch oder gar fadenförmig sind. Bei dem schwimmenden Laichkaut (Potamogeton natans) und dem schwimmenden Froschlöffel (Alisma natans) dagegen kommen wie bei den meisten Arten der Gattung Batrachium schwimmende und untergetauchte Blätter vor. Das an Flüssen in ruhigem Wasser wachsende Pfeilkraut entwickelt nacheinander verschieden gestaltete Blätter. Im Frühling entstehen zuerst linealische, dann lanzenförmige und nierenförmige und zuletzt die aus dem Wasser hervortretenden pfeilförmigen Blätter, nach denen die Pflanze benannt worden IV