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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 145

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 145)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1545-2582344
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32 denen die Träger der Antheridien schildförmig, die der Archegonien schirmförmig sind. Aus den Archegonien entwickeln sich nach der Befruchtung Sporenkapseln, die bei der Reife mit vier Klappen aufspringen. Die auf den Rippen des Lagers in kleinen Bechern entstehenden Brutknospen dienen der Vermehrung auf vegetativem Wege, welche häufiger ist, als die geschlechtliche Fortpflanzung. Ganz anders sind die vegetativen und reproduktiven Teile jener Gewächse, welche dem Leberkraut ähnlich sind. Der Meerlattich, der zu den Hautalgen gehört, hat einen aus zwei Zellschichten gebildeten, gelappten Thallus und vermehrt sich auf ungeschlechtlichem Wege durch Schwärmsporen, welche zu vier in Zellen entstehen, die den vegetativen Zellen ganz gleich sind. Und die lappenförmige Schildflechte ist aus zwei verschiedenartigen Elementen, aus verzweigten Pilzfäden und kugeligen, von dem Pilzgeflecht umhüllten Algen, den Gonidien zusammengesetzt. Auf der Unterseite des Lagers bilden die Pilzfäden wurzelähnliche Haftorgane, an der Oberseite dagegen eine Rindenschicht, auf welcher die napflormigen Fruchtkörper, die Apothecien entstehen. Diese gehören dem Pilzgeflecht an und enthalten ausser vielen Saftfäden die keulenförmigen Schläuche, in welchen sich durch freie Zellbildung die Sporen entwickeln. Die Vermehrung der Gronidien geschieht durch einfache Teilung der Zellen. Wie bei dem Lebermoos, so kommt auch bei der Schildflechte eine vegetative Vermehrung vor. Diese erfolgt durch Soredien, welche sich auf der Rindenschicht ausbilden und aus kleinen Haufen von Gronidien bestehen, die von Piizfäden umhüllt sind. Die Flechten können nach ihrem anatomischen Bau, der Fruktifikation und der Lebensweise nicht als eine besondere Pflanzenklasse bezeichnet werden, denn sie sind aus Algen und Pilzfäden zusammengesetzt, von denen jede Art sich in besonderer Weise vermehrt und auch in bosonderer Weise lebt. Das Zusammenleben der Algen und Pilzfäden ist dadurch eigenartig, dass die eine Pflanze für die andere sorgt, und die eine für die andere arbeitet, dass also beide in ihrem Wachstum auf einander angewiesen sind. Die chlorophyllhaltigen Algen, die Gonidien arbeiten, indem sie Kohlensäure assimilieren und dadurch sich und die Pilzfäden ernähren, während diese den Gonidien das IV

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