Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 144)
- Language
- German
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31 Klasse der Wurzeifarae, während der Sauerklee zu den Dikotylen und der Familie der Oxalideen gehört. Selaginella und Marsilia gehören zu jenen Farngewächsen, welche in besonderen Behältern zweierlei Sporen hervorbringen von denen die Mikrosporen bei der Keimung Antheridien, die Makrosporen dagegen Archegonien ausbilden. Die Vorkeime, auf welchen diese Organe entstehen sind sehr klein, und bei den meisten Mikrosporen ist der Vorkeim bis auf wenige Zellen reduziert. Im übrigen findet die Entwicklung der jungen Pflanze aus der befruchteten Eizelle des Archegoniums in derselben Weise statt, wie bei jenen Farnpflanzen, welche nur eine Art von Sporen erzeugen. Bei diesen isosporen Gewächsen zeigt sich der Geschlechtsunterschied erst auf dem Vorkeim, während er bei den heterosporen Farnen schon auf dem mit Wurzeln, Stengel und Blättern ausgestatteten Pflanzenkörper in den verschiedenartigen Sporen angedeutet ist. Aus diesem Grunde stehen auch die Selaginellen und Wurzelfarne, zu denen die Marsilien gehören, den Phanerogamen, namentlich den Gymnospermen besonders nahe; denn die Mikrosporen sind ihrer Entwickelung und Funktion nach den Pollenkörnern der Staubgefässe und die Mikrosporen den Embryosäcken der Samenknospen gleich, während der Vorkeim der Makrosporen dem Nährgewebe des Embryosackes entspricht. Wie in der Abteilung der Phanerogamen, so finden sich auch in der Gruppe der Zellenpflanzen einzelne, verschiedenen Klassen angehörende Arten vor, die einander sehr ähnlich sind. Unter diesen Fällen sollen hier einige besonders interessante Beispiele hervorgehoben werden. Das zur Klasse der Moose gehörende Leberkraut (Marchantia polymorpha), welches in seiner Gestalt und Farbe sehr veränderlich ist, hat mit mehreren Pflanzen, besonders mit dem Meerlattich (ülva lactuca) und der Schildflechte (Peltigera aphthosa) eine grosse Ähnlichkeit, ist aber in verwandtschaftlicher Hinsicht von diesen sehr verschieden. Sein laubartiger, gabelig gelappter Thallus besteht aus mehreren Schichten von Geweben, welche von Rippen durchzogen werden, und besitzt eine deutlich ausgebildete Epidermis, welche auf der Unterseite des Thallus Schuppen und Rhizoiden trägt. Auf der Oberseite entstehen in den Buchten der Lappen die gestielten zweihäusigen Fruchtstände, von 2