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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 143

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 143)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1543-2582342
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30 Blätter und mehrere schaftartige Stengel mit schmalen Fruchtähren. Ihrer systematischen Stellung nach sind sie jedoch sehr verschieden. Der Zwerg-Hahnenfuss, dessen fünfstrahlige Blüten einzeln am Ende des Schaftes stehen, und dessen Fruchtähre dadurch entsteht, dass sich die Blütenachse mit den einsamigen Achenien verlängert, gehört zu der Ordnung der Vielfrüchtigen, während das Zwerggras eine spelzblütige Pflanze ist, deren schaftartige Halme echte Ähren tragen. Unter den Kryptogamen, welche mit Blütenpflanzen ein gleiches Aussehen haben, sind Selaginella spinulosa und Marsiiia quadrifolia zu nennen, von denen die erste der moosartigen Tilläa (Tillaea muscosa), die andere dem gemeinen Sauerklee (Oxalis acetosella) ähnlich ist. Die an felsigen Abhängen höherer Gebirge wachsende Selaginella gleicht nach dem niederliegenden Stengel mit den gabeligen Ästen und den dicht sitzenden Schuppenblättern der auf sandigen Feldern der nördlichen Rheinebene vorkommenden Tillaea in solchem Masse, dass man sie mit dieser für nahe verwandt hält. Die beiden moosartigen Pflanzen sind aber in systematischer Hinsicht grundverschieden. Selaginella gehört nach der aus Deckschuppen und Sporangien gebildeten Ähre zur Klasse der Bärlappgewächse, während die Tillaea nach den Blüten, Früchten und Samen zu der grossen Klasse der Dikotylen und der Familie der Crassulaceen gerechnet werden muss. Ebenso gross ist der systematische Unterschied zwischen der in den Sümpfen Oberbayerns vorkommenden Marsilia und dem in allen feuchten Laubwäldern wachsenden Sauerklee. Beide Pflanzen sind einander sehr ähnlich, denn sie haben einen kriechenden Wurzelstock und lang gestielte, wechselständige Blätter, die bei Marsilia vierteilig, bei dem Sauerklee dreiteilig sind. Die Blättchen sind verkehrt heizförmig und dadurch merkwürdig, dass sie sich abends oder bei trübem Wetter zusammenfalten und dann am Blattstiel herunterhängen. Nach den Fruktifikationsorganen sind beide Pflanzen ganz verschieden. Bei Marsilia entwickeln sich am Grunde der Blattstiele Sporenfrüchte, während der Sauerklee Blüten trägt und Kapsel fruchte mit Samen hervorbringt. Marsilia zählt als Sporenpflanze zu der IV

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