Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 136)
- Language
- German
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23 Cycas und einigen anderen Arten der Fall ist, so entstehen in der Binde neue Stütz- und Leitungsstränge, wie solche auch bei den meisten Palmen ausgebildet werden. Hinsichtlich der Blüten sind die Palmen und Cykadeen gleichfalls sehr verschieden. Wenn man von der Rohrpalme absieht, so haben alle Fiederpalmen eingeschlechtige Blüten, die dicht gedrängt an kolbenartigen Spindeln stehen. Die männlichen Blüten haben ein sechsblätteriges Perigon und sechs Staubgefässe, die weiblichen Blüten besitzen dagegen drei Fruchtblätter, die bei der Dattelpalme getrennt bleiben, bei allen andern Arten aber zu einem dreifächerigen Fruchtknoten verwachsen. Von diesen Fächern, die je eine Sonnenanlage enthalten, kommt gewöhnlich nur ein einziges zur Ausbildung, so dass die Frucht, welche zu einer Beere oder Nuss oder Steinfrucht heranwächst, nur einen Samen hat. Dieser besitzt ein hornartiges Endosperm, an dessen Rande der Embryo mit seinem spitzen Keimblatt liegt. Die Blüten der Cykadeen sind von denen der Palmen grundverschieden. Die blatt- oder schildförmigen Staubgefässe der männlichen Blüten tragen auf ihrer Unterseite viele kleine Haufen von Pollensäcken und haben danach grosse Ähnlichkeit mit den Fruchtlappen der Farnkräuter, bezüglich den Sporenblättern der Schachtelhalme, und die Samenanlagen der weiblichen Blüten, welche im Gegensatz zu denen der Palmen nackt sind, sitzen bei den Oycas-Arten paarweise an dem mittleren Teile eines Laubblattes und erinnern nach ihrer Form und Stellung an die Sporangien der Natterzunge; bei den übrigen Arten werden besondere, meist schildförmige Fruchtblätter ausgebildet, an deren Unterseite die zwei Samenanlagen entstehen, und die sich zu einem zapfenartigen Blutenstand vereinigen. Die pflaumenähnlichen Samen besitzen ein grosses Endosperm und einen geraden Keimling, der bei den meisten Arten zwei Kotyledonen besitzt. Ausser den Cykadeen haben auch die Baumfarne wegen ihres säulenförmigen, mit Blattnarben bedeckten Stammes und der gipfelständigen Krone von gefiederten Wedeln mit den Fiederpalmen die grösste Ähnlichkeit. Und auch in anatomischer Hinsicht zeigen beide eine grosse Übereinstimmung, denn die Leitungsstränge der Farne verlaufen zerstreut im Stengel und sind IV