Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 135)
- Language
- German
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n eiförmige Keimling am Grunde des Samens und wird fast ganz von dem Endosperm bedeckt, während der grosse Embryo der echten Gräser, der am Grunde des Samens entspringt, sich mit seinem langen Keimblatt an der äusseren, gewölbten Fläche des Endospermes hinzieht. Nach der verschiedenen Ausbildung der Samen, sowie nach dem verschiedenen Diagramm der Blüten müssen die Gräser und die Riedpflanzen in zwei besondere Familien gestellt werden, obgleich sie nach ihrem ganzen Habitus wie Arten einer und derselben Familie aussehen. Ausser den Riedpflanzen sind auch die Binsengewächse (Juncaceen) nach ihrem schlanken Stengel und den schmalen Blättern den Gräsern sehr ähnlich und erinnern durch die rispenförmigen Spirren, welche aus kleinen Blüten zusammengesetzt sind, deutlich an die Rispengräser, welche geknäuelte Ährchen tragen, und an die Scirpus-Arten der Riedgräser. Hinsichtlich ihrer Blüten, welche sechsstrahlig sind, und nach der dreifächerigen Kapselfrucht weichen sie aber von den Graspflanzen ab und stehen den Lilien näher, als den Gräsern. Wie die Gräser und die Riedpflanzen nach ihrer ganzen Gestalt einander sehr ähnlich sind, so erscheinen auch die Palmen, vorzüglich die Fiederpalmen und die Oykadeen vollständig wie gleichartige Gewächse. Das gleiche Ausssehen der Fiederpalmen, und der Oykadeen kommt dadurch zu stände, dass ihr säulenförmiger Stamm an seinem Gipfel eine mächtige, meist schirmförmige Krone trägt, die von langen, gefiederten Blätter gebildet wird. Trotz des gleichen Habitus sind beide Arten von Gewächsen sehr verschieden. Die Palmen gehören zu der grossen Gruppe der Angiospermen und sind wie die Gräser, Lilien und Orchideen monokotyle Pflanzen, während die Oykadeen mit den Nadelhölzern, den Gnetaceen und dem Ginkgobaum die Gruppe der Gymnospermen bilden. Jene haben Leitungsbündel, die zerstreut durch den Stengel aufsteigen, echte Gefässe führen, aber kein Kambium enthalten; bei diesen durchziehen die Gefässbündel in cylindrischer Anordnung den Stengel und besitzen ein Kambium, haben aber nur im primären Holzteil echte Gefässe, während im sekundären Holz die Gefässe durch Spiral- und Treppentracheiden ersetzt sind. Wenn die normale Holzbildung fehlt, wie dies bei J*V