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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 125

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 125)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1525-2582324
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12 dem häufigen Vorkommen solcher Früchte annehmen. Die aus kleinen Nüsschen oder Steinfrüchten zusammengesetzten Sammelfrüchte erreichen eine ansehnliche Grösse und heben sich meist durch grelle Färbung von ihrer Umgebung ab; sie werden daher von den Vögeln leicht bemerkt, fortgetragen, und ihre Samen so auf weite Gebiete verpflanzt. Wie die einzelnen Organe, so zeigen auch die Pflanzenindividuen hinsichtlich ihrer Gestalt vielfach eine grosse Übereinstimmung. Und wie die Ähnlichkeit unter den gleichwertigen Organen häufiger und vollständiger ist, als bei den ungleichwertigen, so giebt sich auch das gleiche Aussehen bei nahe verwandten Pflanzen viel deutlicher zu erkennen, als bei jenen Arten, welche nur eine geringe Verwandtschaft haben. Eine vollständige Übereinstimmung in allen vegetativen und reproduktiven Organen findet sich nur bei jenen Pflanzen vor, welche eine Art oder Species bilden. Bei diesen fällt die Ähnlichkeit mit der Verwandtschaft zusammen. Pflanzen, bei denen eine derartige Kongruenz fehlt, deren Blüten, Früchte und Samen aber nach demselben Typus gebaut sind, und die deswegen zu einer Gattung gerechnet werden, tragen ihre nahe Verwandtschaft meist in der Weise zur Schau, dass sie ein ganz ähnliches Aussehen haben. Dieser Parallelismus zwischen Ähnlichkeit und Verwandtschaft tritt auch bei unseren Waldbäumen sehr deutlich hervor. Unsere beiden Eichen, die Steineiche und die Stieleiche, stimmen in ihrem ganzen Habitus so überein, dass man sie nur bei einer genauen Betrachtung der Blätter und der Früchte unterscheiden kann. Ebenso verhält es sich mit den Linden, den Ahornen, den Birken, Erlen, Weiden und Pappeln, obgleich in einigen Gattungen dadurch eine gewisse Abwechselung gegeben ist, dass ausser den hochstämmigen Bäumen auch strauchartige Formen vorkommen, besonders in der Gattung der Weiden. Die Ähnlichkeit unter diesen Gewächsen bleibt aber trotz der verschiedenen Ausbildung des Stammes und der Krone ausserordentlich gross. Unter unsern Laubhölzern giebt es auch einige, welche trotz ihrer systematischen Unterschiede ein ganz gleiches Aussehen haben. So sind die Rotbuche und die Weissbuche nach Gestalt und Laub einander sehr ähnlich, obgleich sie wegen ihrer IV

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