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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 124

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 124)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1524-2582323
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11 dung erlangen, und von dem sie bis zur Reife umschlossen bleiben, wie Samen erscheinen. Anderseits werden die Samen der Rosskastanie, welche in einer stacheligen Kapsel entstehen und eine beträchtliche Grösse erreichen, sowie die mit der Steinschale in den Handel gebrachten Samen der Mandel, der Walnuss und der Kokosnuss als Nussfrüchte bezeichnet, obgleich sie Teile von Steinfrüchten sind. Die Erscheinung, dass einige Blütenstände das Aussehen von Einzelblüten haben, lässt sich aus biologischen Gründen erklären. Pflanzen, welche sehr kleine Blüten hervorbringen, haben das Bestreben, diese Blüten so zusammenzustellen, wie es für deren Bestäubung am günstigsten ist. Je genauer die Blüten Vereinigung mit einer grossen Einzelblüte übereinstimmt, und je lebhafter dieselbe gefärbt ist, umso grösser wird die Zahl der Insekten sein, die angelockt werden; und da diese in ausreichendem Masse den Blütenstaub von einer Blüte auf die andere übertragen, so wird die für die Pflanzen nachteilige Selbstbestäubung vermieden. Die köpf- und korbförmigen Blütenstände, welche den Skabiosen und Kompositen eigen sind, und die häufig grossen Einzelblüten gleichen, sowie der Blütenschirm der Doldenträger werden wegen ihrer Augenfälligkeit von den Insekten viel reichlicher besucht, als kleine Blüten, welche zerstreut stehen. Und die auf langen Stielen sitzenden Ährchen der Rispengräser, welche meist wie Einzelblüten aussehen, kommen infolge ihrer grösseren Fläche durch den Wind stärker in Schwingungen und stäuben daher reichlicher, als dies bei den einzeln stehenden Blüten, die dem Winde nur eine kleine Fläche darbieten, der Fall sein wird. Für die Ähnlichkeit, welche kleine Früchte mit Samen zeigen, lässt sich keine Erklärung finden. Es ist aber bemerkenswert, dass die kleinen, trockenen Früchte, welche Samen gleichen, meist von solchen Pflanzen hervorgebracht werden, die auf nassem oder sumpfigem Boden wachsen. Auf einem derartigen Boden können die von einer trockenen Fruchtschale umhüllten Samen bis zur Keimung weit besser der Fäulnis Widerstand leisten, als die Samen, welche eine fleischige Hülle haben. Dass auch die den fleischigen Beeren nachgeahmten Sammelfrüchte für die betreffenden Pflanzen, die eigentümlicher Weise einen trockenen Standort haben, vorteilhaft sind, lässt sich nach IV

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