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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 117

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 117)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1517-2582316
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Ein wichtiges Bestimmungsmittel für die Verwandtschaft der Phanerogamen ist auch in jenen Stoffen gegeben, welche dem Keimling als erste Nahrung dienen. Diese Nährstoffe, welche bei einigen Samen aus Aleuron und fettem Ol, bei den andern aus Stärkemehl bestehen, sind entweder in den Kotyledonen aufgespeichert, oder sie finden sich in besonderen Geweben vor, welche nach ihrer Entstehung als Endosperm und als Perisperm unterschieden werden. Für die systematische Anordnung der Pflanzen sind diese Nährgewebe insofern von grosser Wichtigkeit, als deren Lage, Zusammensetzimg und Beschaffenheit in den einzelnen Samen verschieden ist. Die nach den morphologischen Merkmalen der Sporen und Samen aufgestellten Gruppen sind auch anatomisch gut begründet, denn die Gefässbündel, welche dabei in Betracht kommen, haben in den einzelnen Gruppen eine besondere Ausbildung und einen charakteristischen Verlauf. Die Gefässbündel der Dikotylen durchziehen in cylindrischer Anordnung den Stengel und besitzen ein Kambium, aus welchem sich bei den mehrjährigen Gewächsen alljährlich neue Holz- und Bastteile abscheiden, während die Leitungsstränge der Monokotylen zerstreut durch das Grundgewebe des Stengels aufsteigen und wegen des Mangels an parenchymatischem Bildungsgewebe in sich geschlossen bleiben. Bei den Gymnospermen sind die Gefässbündel, welche wie die der Dikotylen ein Kambium haben und in cylindrischer Anordnung den Stengel durchziehen, dadurch eigenartig, dass dieselben, mit Ausnahme derjenigen der Gnetaceen, nur im primären Holzteil echte Gefässe führen, während im sekundären Holze statt der Gefässe Trachei'den ausgebildet werden. Auch bei den Farnpflanzen, deren Leitungsstränge zerstreut verlaufen und wie die der Monokotylen kein Kambium haben, sind die Gefässe durch Trachei'den und zwar durch solche mit leiterförmigen Verdickungen ersetzt. Die Bäume und die Sträucher, sowie viele Kräuter verdanken ihre hohe, kräftige Gestalt den Gefässbündeln, denn diese geben ihnen ein festes und elastisches Stützgerüst und ermöglichen auch in den stark verzweigten Teilen noch eine lebhafte Cirkulation der zur Ernährung dienenden Säfte. Die gefäss- IV

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