Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 102)
- Language
- German
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18 befindet, ist der Sonnenabstand vom Äquator von ihrer Mittagshöhe abzuziehen, beim Stande im Widder oder in der Wage ist die Höhe der Sonne zugleich Höhe des Äquators. 2) Durch Kenntnis der Entfernung irgend eines Sternes vom Äquator oder vom Nordpol. 3) Durch Messung der Höhe irgend eines südlich vom Pol stehenden Sternes bei seinem Durchgang durch den Meridian und Wiederholung der Messung nach 12 Stunden. Die Differenz beider Höhen zur zweiten addiert oder von der ersten subtrahiert, giebt die gesuchte Polhöhe. Die Bestimmung des Sonnendurchmessers geschieht durch Messung der Höhen seiner beiden Enden und Subtraktion, oder mit Hilfe der Dauer des Sonnenaufgangs durch die Proportion : diese Dauer verhält sich zu 24 Stunden wie der Sonnendurchmesser zu 360 Grad. Entsprechendes gilt für den Mond und andere Sterne. — Zur Messung des Durchmessers der Erde bezw. ihres Umfanges werden vier verschiedene Wege angegeben: 1) Man messe die Höhe eines beliebigen Sternes beim Durchgang durch den Meridian, wiederhole dasselbe nach einer beliebigen Wanderung in südlicher oder nördlicher Richtung und bilde die Proportion : die Differenz jener beiden Höhen verhält sich zu 360 Grad wie die Entfernung der beiden Beobachtungsorte zum Erdumfang. 2) Man bestimme die nordsüdliche Ausdehnung der Orte, welche die Sonne um Mittag im Zenith haben, dann gilt die Proportion: der Sonnendurchmesser verhält sich zu 360 Grad wie jene Ausdehnung zum Erdumfang. 3) Man beobachte bei einer Sonnen- oder Mondfinsternis auf zwei Orten gleicher geographischer Breite den Zeitunterschied für den Eintritt dieser Erscheinung, dann hat man die Proportion: jene Zeitdifferenz verhält sich zu 24 Stunden wie der Abstand beider Orte zum Erdurnfang (sollte richtig heissen „zum Umfang des Parallelkreises der betreffenden zwei Orte). 4) Da auf hohen Bergen die Sonne später untergeht als in der Ebene, und zwar um eine Zeitgrösse, die sich nach dem Winkel a in Fig. 15 richtet, so lässt sich auch noch diese Proportion anwenden : cC^,. /£. m