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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 64

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 64)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1464-2582263
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iö getragenen Taterbeispiel in der Erfahrung anschauen und denkend verstehen, was der Mensch dem Menschen schuldet .... lernt die Bedeutung von Gemeinde und Staat verstehen, und alles begreifen, was gemeinsinniges Wollen und Vollbringen bedeutet . . alles dies Beziehungen, deren Verständnis dem Knaben und Jüngling aus dem lebendigen Elternbeispiel aufgegangen sein muss, wenn die Schule ihre geschichtlichen Belehrungen fruchtbringend anknüpfen soll". Dass diese aber eine in erster Linie im Dienste der sittlichen Bildung der Jugend stehende Institution ist, und dass die Unterrichtszwecke nicht, wie man es häufig findet, von Gesichtspunkten aus betrachtet werden dürfen, welche die Schulbildung nicht als eine Rüstung für ein künftiges sittliches Leben erscheinen lassen, sondern das Nützlichkeitsprinzip hervorkehren, das mit der selbstlosen Hingabe an eine sittliche Aufgabe nichts zu tun hat, folgt aus der Grundanschauung, die auch das Rüsten für den einstigen Beruf als eine Pflichttat auffasst. Jegliches Lernen ist also gleichfalls eine solche, weil e s ja nur mit rechtem Wissen ausrüsten kann, das wiederum die Vorbedingung für ein rechtes Tun ist, und wenn für das „Leben" gelernt wird, so ist dieses Wort keinesfalls identisch mit „Brot und Stand", sondern es bedeutet ein Leben der Pflicht, der Brot und Stand jederzeit zum Opfer gebracht werden müssen. Dazu hat die Schule mit rechtem Wissen auszurüsten. Immerhin bleibt aber auch für das Üben in der Erfüllung dieser sittlichen Aufgaben genug Gelegenheit in der Schule übrig, wenn dasselbe auch in erster Reihe eine Pflicht der Eltern ist. Zwar mag es scheinen, dass die Mittel, deren sich die Schule bedient, „um die schaffenden und erkennenden Energieen ihrer Zöglinge zu wecken" vielfach für die Pflege des sittlichen Moments von zweifelhaftem Werte sind — Wetteifer, Lob und Ehrgeiz —, aber damit ist höchstens gezeigt, dass zu den übrigen Aufgaben für die Schule noch eine neue hinzutritt, und zwar eine wichtige Übungsaufgabe, durch die sie Sorge trägt, dass die Gehilfen, deren sie sich bedient, und die sie kaum entbehren kann, nicht zu Dünkel, Ehrsucht und Schadenfreude ausarten. Dazu tritt noch vor allem die Übung, in welcher eigentlich alle übrigen begriffen sind, und die in der Schule schon, an geringeren Objekten vielleicht, aber doch n

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