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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 62

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 62)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1462-2582261
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8 das Genannte Und Gedachte zu bewahren, auf Verlangen im Geiste wieder anzuschauen, wieder zu denken und wieder zu nennen". Sie leistet dem Kinde damit Unschätzbares und Unersetzliches, weil sie allein die Möglichkeit hat, es ganz nach seiner Individualität zu behandeln und seine Entwickelung zu fördern, mehr als sich später in seinem ganzen Leben Gelegenheit und Zeit dazu bieten wird. Der Stoff, an welchem sie die Wahrnehmungs- und Denkfähigkeit des Kindes sich versuchen lassen soll, darf natürlich nur der realen Welt entnommen sein, wenn anders die Belehrung* dieser Jahre einen wesentlichen Nutzen für die künftige Zeit haben soll, „der Garten, das Haus, die Stadt und Alles, was in der Umgebung der Kleinen sich befindet", bieten ihn im reichsten Masse dar. Keinesfalls dürfen es Gebilde der Phantasie sein, mit denen es in den ersten Lebensjahren beschäftigt wrird. *) „Wir halten Märchen für die ungeeignetste Nahrung für des Kindes Geist und Phantasie. Wir sind zu kurzsichtig einzusehen, welchen Nutzen es haben dürfte, unsere Kinder von vornherein mit Vorstellungen über die Welt und Dinge der Welt zu erfüllen, die der Wirklichkeit so sehr entgegenstehen, von einem Wolf, der die Grossmutter auffrisst und nun, mit Nachthaube bekleidet, der kleinen Enkelin wartet . . .w In dieser Lebensperiode gehen selbstverständlich das Üben und die Erziehung nicht leer aus, da es der sittlichen Urteile schon nicht wenige sind, die in dieser Zeit von dem Kinde sich zu eigen gemacht werden können und sollen, weil auch „alles, was der Mensch soll und kann, seine geistigen und sittlichen Fähigkeiten, gute und nicht gute Eigenschaften der menschlichen Charaktere und Handlungsweisen, soweit sie in der Welt der Kleinen in die Erscheinung treten" durch die mütterliche Unterhaltung zur Vorstellung und rechten Benennung gebracht werden sollen. In diesem Reiche muss die Mutter also das Üben an die frühere Gewöhnung anschliessen, denn die erste sittliche Übung und Gewöhnung soll in gleicher Weise wie die Pflege und die Leitung des geistigen Erwachens ganz in der Hand der Eltern, und in erster Linie in der Hand der Mutter liegen. *) Progr. 1874. Von dem Zusammenwirken des Hauses und der Schule. Seite 14 II

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