Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
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25 den; Deutsch: 12, 10, 14; Rechnen: 4, 5, 4; Schreiben: —,1,1. 1870 wurden die Schreibstunden vermehrt: 4, 5, 4. Dann sanken die Stunden allmählich, so dass im Jahre 84/85 folgende Verteilung vorgenommen wurde: Hebräisch: 7, 9, 10; Deutsch: 7, 7, 9; Rechnen: 4, 4, 4; Schreiben: 4, 4, 4; Singen: —, —, 1; Turnen in 2 und 3, je zwei halbe Stunden, jetzt je eine. Die Unterrichtsverteilung erfuhr im Laufe der Jahre auch in der Mädchenschule entsprechend dem „Normallehrplane für die höhere Mädchenschule zu Berlin" vom Jahre 1886 manche Veränderung, deren bedeutendste die Vermehrung des Deutschen in der untersten Klasse ist, wodurch die oberen entlastet werden konnten; der Turnunterricht erfuhr eine Vermehrung, indem er schon in der 8. Klasse mit einer Stunde beginnt; der Handarbeitsunterricht, dem noch im Jahre 1884 von der untersten Klasse ab bis hinauf eine Zahl von je vier Stunden zuerteilt war, wurde von 1887 ab auf je zwei Stunden beschränkt und aus den beiden untersten Klassen entfernt. Von Bedeutung ist, dass der Unterricht im Englischen, der in der 3. Klasse beginnt und der bis hinauf mit je vier Stunden bemessen ist, im Jahre 1887 wahlfrei wurde. Die übrigen Veränderungen sind so minimal, dass sie nicht erwähnt zu werden brauchen. Nur einer Veränderung, welche die Selecta mit dem Beginn des jüngst verlaufenen Schuljahres 1902/03 erfahren, müssen wir hier noch erwähnen. Die Selecta schloss als Klasse mit einjährigem Kursus sich der zweijährigen ersten Klasse an. Dieser Umstand hinderte viele Eltern, ihre Töchter in die Selecta eintreten zu lassen, die es wohl getan hätten, wenn die erste Klasse einjährig gewesen wäre. Dies veranlasste den Schulrat auf Antrag des Direktors bei dem Königlichen Provinzial-Schulkollegium um die Erlaubnis einzukommen, die erste Klasse einjährig zu gestalten und dieser die Selecta mit zweijährigem Kursus folgen zu lassen. Das Kgl. Provinzial-Schulkollegium genehmigte nach einer eingehenden Revision der Mädchenschule den eingei eichten Lehrplan. Die Selecta teilt sich nun in eine wissenschaftliche und in eine Handelsabteilung. Verbindliche Fächer sind für alle: Hebräisch, Deutsch, Französisch und für die Schülerinnen, welche sich für die Handelsabteilung entscheiden: Buchhaltung, Handels-Correspondenz I