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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 28

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1428-2582227
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22 sei. Er begleite die Schule bei ihrem Umzüge mit der Hoffnung, dass sie auf dem betretenen Wege weiter fortschreite und mit dem Wunsche, dass sie ihren Stiftern stets zur Befriedigung und der Gesamtheit zum Heile gereichen möge. Herr Polizeipräsident v. Hergenhahn brachte namens der Staatsbehörden aufrichtige Glückwünsche der Religionsgesellschaft dar; auch sie nähmen an der Schule warmen Anteil. Er sei überzeugt, dass auch in ihr . ein Geist gepflegt werde, der die Jugend lehre, treu zu Kaiser und Reich zu stehen. Er wies auf das erhabene Beispiel des Kaisers hin, der, selbst seinem Glauben treu ergeben, doch jede religiöse Überzeugung achte und schätze und jedem sorgsam sein Recht gewähre, und schloss mit einem dreifachen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, in das alle Anwesenden begeistert einstimmten. Die Kaiserhymne beschloss die Feier. Die Ehrengäste besichtigten unter Führung des Architekten sämtliche Räume des Hauses und sprachen sich mit ungeteilter Anerkennung über den ganzen Bau und die innere Einrichtung aus. In der Tat gehörte unser unter Leitung der Herren Architecten Phil. Strigler und Maurermeister Franz Brofft erbautes Schulhaus zu den schönsten in unserer Stadt; in manchen Dingen sind wir allerdings jetzt überflügelt — das aber ist der Gang der Zeit; man sucht stets nach dem Besseren, und dieses ist der Feind des Guten. Ob allerdings jede Neuerung eine Verbesserung ist—wer weiss? Wenn bei unserem Bau rühmend hervorgehoben wurde, dass man in der glücklichen Lage war, nur vier Klassenzimmer nach Norden legen zu müssen, weil man von dem Gedanken ausging, dass jemehr man der Sonne Eingang in die Schulräume gestatte, desto gesünder diese seien, und dass die etwaigen übrigens leicht zu beseitigenden Beschwerden, die die Sonnenstrahlen verursachten, nicht in Betracht kämen vor dem grossen Vorteil Sonnenlicht zu haben: so wird jetzt die Lage der Klassenzimmer gegen Norden als die allein richtige gepriesen, und man ist stolz darauf, wenn es gelungen ist, die Fenster nach dieser sonnenfreien Seite zu legen. Ob das wirklich eine Errungenschaft ist? Wir können es nicht entscheiden. Kommt man aber nach abermals zwanzig Jahren gefahren, wer weiss, welche Umgestaltungen die nimmer rastende Technik den Schulgebäuden dann gebracht haben wird. I

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