Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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19 Doppelschule nebst Turnhalle und zwei Spielplätze reichlich Raum bot. Zur ersten Anzahlung waren in wenigen Tagen seitens der Gemeindemitglieder Mk. 32000 gezeichnet. Am 20. November 1879 fand im Beisein des Schulrats und des Lehrerkollegiums der erste Spatenstich statt; es war eine einfache Feier, die aber auf jeden einen tiefen Eindruck machte. Im Herbst 1880 war das Haus unter Dach gebracht, am 21. December 1881 wurde es seiner Bestimmung übergeben. In Gegenwart einer grossen Versammlung, bestehend aus Mitgliedern der Gemeinde und Ehrengästen, vollzog sicli in der durch geschmackvolle Festdecoration zu einer schönen Aula umgewandelten Turnhalle die feierliche Handlung der Einweihung des Hauses. Unter den Ehrengästen bemerkte man die Herren Polizeipräsidenten v. Hergenhahn, die beiden Herren Bürgermeister, Mitglieder des Kuratoriums der höheren Schulen, der Schuldeputation, die Mitglieder des Preisgerichts für die Baupläne, die Direktoren und Rektoren sämtlicher Schulen Frankfurts und den Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft. Das Provinzial-Schulkollegium, das an einer persönlichen Beteiligung verhindert war, hatte seine Glückwünsche gesandt, ebenso der Herr Regierungspräsident v. Wurmb. Die Feier begann mit einem von dem aus Schülern und Schülerinnen der oberen Klassen bestehenden Schülerchor ausgeführten Choral. Als erster bestieg Herr Emanne 1 Schwarzschild, als Vorsitzender des Vorstandes sowie des Baucomites, die Rednerbühne; er zeichnete in kurzer Skizze die Geschichte und Entwickelung der Schule. Zum Schluss dankte er dann allen, die zur Erreichung des hohen Zieles beigetragen. Vor allem dem edlen Freiherr v. Rothschild'schen Ehepaare, das durch seine hochherzige Gabe es möglich gemacht hatte, an das Unternehmen, ein Schulhaus zu bauen, heranzutreten. Dann den sonstigen Spendern, den Mitgliedern des Preisgerichts, der Polytechnischen Gesellschaft, die in entgegenkommender Weise Säle ihres Gesellschaftshauses für die Ausstellung der 38 Konkurrenzpläne zur Verfügung gestellt hatte, dem architektonischen Leiter für die Ausarbeitung I