Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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13 verloren gegangen. Als Ersatz wurde der Schule vom Turnverein die Benutzung seiner Turnhalle, die damals an der Langstrasse, der jetzigen Durchbruchstelle der Neuen Zeil zu den Promenaden, sich befand, gütigst überlassen. * * # Die politischen Ereignisse des Jahres 1866, die Frankfurt in eine preussische Stadt umwandelten, änderten die Schulverhältnisse, namentlich die der höheren Schulen, in ganz bedeutender Weise und veranlassten auch eine durchgreifende Veränderung in der Organisation der Schulbehörden. Unsere Schule, die bisher der „gemischten Kirchen- und Schulbehörde" der Stadt Frankfurt unterstanden, wurde, nachdem sie unterm 25. Januar 1867 vom preussischen Königl. Unterrichts-Ministerium als Kealschule 2. 0. anerkannt worden war, unmittelbar dem k. Provinzial-Schulkollegium, damals in Koblenz, unterstellt. Jm August 1867 wurde unseren Lehrern auf dem Kömer vom damaligen Civilgouverneur und Landrat, späteren Polizeipräsidenten, dem Herrn v. Madai, der Eid auf die Verfassung, einige Wochen darauf von Herrn Senator Speltz der Treu- und Diensteid abgenommen. An die Gewährung der Berechtigung unserer Schule zur Ausstellung des Berechtigungsscheines für den Einjährig-Freiwilligen Militärdienst war die Bedingung geknüpft, dass christliche Schüler auf ihr keine Berechtigungen erwerben könnten, wie aus der an unsere Schule und die der hiesigen israelitischen Gemeinde (Philanthropin) vom 18. Juli 1867 datierten gleichlautenden Zuschrift der gemischten Kirchen- und Schulcommission ersichtlich.*) Uns berührte diese Bedingung insofern nicht, da wir keine christlichen Schüler hatten, umsomehr aber die Schule der israelitischen Gemeinde, da diese von einer grösseren Anzahl christlicher Schüler besucht wurde. Infolgedessen stellte Herr W. Nolte in der Stadtverordneten-Versammlung den xlntrag, der auch zum Beschluss erhoben wurde, den Magistrat zu ersuchen „dahin zu wirken, dass die Beschränkung aufgehoben werde, welche behufs Erteilung des Berechtigungsscheins für Einjährig-Freiwillige in Betreff der christlichen Schüler der israelitischen Kealschule verfügt worden *) S. Anhang No. V. I