Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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12 zu nehmen, wurde bereits im Jahre 1855 auf Anregung eines Mitgliedes der Gemeinde, der gleich für diesen Zweck ein Geschenk der Schule überreichte, näher getreten. Die Witwen- und Waisenkasse für die „ ordentlichenu Lehrer der Schule wurde gegründet. Alljährlich flössen und liiessen noch dieser Kasse ansehnliche Gaben zu, so dass die Verwaltung imstande war und ist, das Leben der Hinterbliebenen derer, welche dem Dienste der Schule ihr Leben geweiht, auskömmlicher zu gestalten. Aber auch an die Zukunft der Lehrer selbst musste man denken, dass, diese, die gemeiniglich nicht in der Lage sind, grosse Schätze im Leben zu sammeln, vor Not und Sorge geschützt seien, wenn die Kräfte für den Dienst in der Schule nicht mehr ausreichen. Und man dachte daran: im Jahre 1861 wurde die Anregung zur Gründung eines Pensions-Fonds gegeben, und der Schulbericht von 1862, der von dieser Anregung Mitteilung macht, kann zugleich erzählen, dass bereits an einmaligen Geschenken und festen Jahresbeiträgen Gulden 9505.22 gezeichnet und dazu noch ungefähr Gulden 5000 an Geschenken eingegangen seien. Die Zunahme der Schüler machte aber eine Erweiterung der Schulräume notwendig. Bereits im Jahre 1857 wurde der Ankauf eines neuen Schulhauses angeregt, und die Gemeinde- Mitglieder zeigten sich auch hier, wie immer, wo es galt das Gute zu fördern, opferfreudig. Allein erst im Jahre 1863 konnte die Erweiterung ins Werk gesetzt werden; es war das Nachbarhaus, Rechneigrabenstr. 3, frei geworden, und dieses wurde von der Religionsgesellschaft für Gulden 42000 erworben. In dieses Haus, das mit dem bisherigen Schulhause durch Ausbrechen einer Tür verbunden wurde, wurden, nachdem es für Schalzwecke hergerichtet war, 1864 die Mädchenklassen gelegt. Die Erwerbung des Nachbarhauses brachte der Schule jedoch neben der Raumgewinnung noch einen anderen Vorteil. Zu diesem Hause gehörte ein grosser Garten, und die Schule hatte jetzt, was ihr bisher gefehlt hatte, einen grossen Spielplatz, der in der Mitte durch einen Zaun für die Knaben und die Mädchen geteilt wurde, gewonnen. Allein diese Freude dauerte nur bis zum Jahre 1872; damals musste die Schule den Spielplatz für die inzwischen notwendig gewordene Erweiterung der benachbarten Synagoge hergeben. Zugleich war aber auch damit der Turnplatz I