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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1899-01-01 · 1899 · page 28

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1899
Date
1899-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580822--1233-2582069
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— 28 — Wir sind ja so glücklich, in dem geehrten Jubilar ein Mitglied unserer Religionsgesellschaft verehren zu dürfen, in der die alte jüdische Gemeinde Frankfurt aus ihren Trümmern, in die wahnwitzige Verblendung sie gestürzt hatte, vor nunmehr einem halben Jahrhundert so herrlich wieder erstanden ist. Hat sie doch die heilige Fahne des gesetzestreuen Judentums aufgenommen und hält sie hoch, die das Wüten einer angeblichen „Reform" weit von sicli geschleudert und in den Staub getreten hatte. Mit tiefem Blicke hatte er es erkannt, wie das eigentliche Fundament dieser Gemeinde die Schule ist, in der, Geschlecht nach Geschlecht, Söhne und Töchter dieser Gemeinde herangebildet werden zu gottesfürchtigen und gebildeten, bewusst en jüdischen Männern und Frauen, die, X?Y1 '«T'N, die glorreiche Fahne des Judentums hochhalten, DiTOK roro*a, die das alte heilige Vätererbe antreten und sich als lebendige Glieder der durch die Jahrtausende reichenden '7 mv begreifen, als deren lebendige Vertretung auf dem Boden unserer Vaterstadt die ]YV\W my br>? dasteht, und die als treue Söhne und Töchter dieser Gemeinde: T33 "»3:2, wie wir es am jüngsten Sabbath aus dem Gottesworte vernahmen, um das Gesetzcsheiligtum ihres Gottes sich lagern, das sie in ehrfürchtiger Verehrung als das unantastbar Hohe in hingebungsvoller Verwirklichung seiner Gesetze treu zu behüten und zu bewahren als ihre Lebensaufgabe begreifen» Erkannt, hatte er mit tiefem Blicke die weit über die Grenzen unseres Vaterlandes, weit über die Zeit unserer Gegenwart hinausreichende Bedeutung der Israelitischen Rcligionsgesellschaft für die Wiederaufrichtung des Thrones der Thora, für die Wiedergewinnung der jüdischen Geister und Gemüter für das gesetzestreue Judentum. Darum hat er dem Fundamente dieser Gemeinde, darum hat er dieser Schule, der Pflanzstätte dieser Gemeinde, das herrliche Heim gegründet, das als eine ihrer inneren Bedeutung würdige Stätte vt>r den Augen der Welt sich erhebt, das auch von der hohen Staatsregiernng und in weiten nirhtjüdischen Kreisen als Musterbau anerkannt wurde und vielen Schulneubauten in unserer Stadt und anderen Städten als Vorbild gedient hat. Unter diesem hohen Gesichtspunkte hat er auch ferner lebendigen Anteil genommen an dem Fortschreiten und Gedeihen unserer Schule, und wir fühlen uns der Hoffnung hingegeben, dass unter diesem Gesichtspunkte ihr auch in Zukunft sein Wohlwollen zugewandt bleiben werde. Unsere Aufgabe ist es, nimmer nachzulassen in dem Bemühen, dass in diesen schönen Räumen sich erhalte und stets fortschreitend sich entfalte der rechte Geist und das ernste Streben, für dessen erfolgreiches Wirken ja bereits die aus ihnen hervorgegangenen Geschlechter Gottlob als die lebendigen Zeugen dastehen. Wollet ihr, meine Söhne und Töchter, dem edlen Manne, dem wir diese Räume verdanken, eine Freude bereiten an diesem Tage, eine Freude so recht nach »«-inem Sinne? So nehmet euch vor, wackere, fleissige Schüler und Schülerinnen zu sein und, getreu dem Geiste, in dem ihr hier herangebildet werdet, euch stets als gottesfürchtige, gewissenhafte, gerade und biedere Menschen und Bürger zu bewähren — wie c r bereit alles Gute zu fördern, wie er bereit allezeit zu menschenfreundlicher That — und, als Sühne und Töchter des Vaterlandes, allezeit treu zu stehen zu Kaiser und Reich. Ja, als jüdisch e Söhne und Töchter des deutschen Vaterlandes. Sehet, meine Kinder, ich bin glücklich, euch in dieser Stunde hinweisen zu können auf das leuchtende Beispiel, <las gerade er euch allen als jüdischer Mann gegeben. Jetzt, in der Gegenwart, in der Zeit, in der ihr heranwachset, ist vor allem durch das Wirken des grossen Mannes, in dessen

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