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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1873-01-01 · 1873 · page 14

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1873
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580784--0299-2581227
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—HK- 15 -ZRdaran, seine Bekenner in dem Bewußtsein einer überall in der Natur waltenden Gesetzmäßigkeit heranzubilden. Ihm, selber durch und durch Gesetz, hat der nawrwissenschastliche Unterricht einen tief ethischen Werth. Je mehr seine Zöglinge in der Einsicht erstarken, wie überall bestimmt gegebene Gesetze walten, jedes Wesen sich nur innerhalb bestimmter, gegebener Gesetze zu dem was es ist, vollendet, jede Kraft nur in bestimmt gegebenen Gränzen wirkt, und nicht durch Willkühr, sondern nur in genauer Kenntniß und Beachtung dieser Gesetze der Mensch die Natur seinen Zwecken dienstbar macht und so in Wahrheit nur durch Unterordnung zur Herrschaft gelangt: um so mehr und um so freudiger werden sie auch für die Vollendung ihres Daseins und sür ihr eigenes Wirken jeder Willkühr entsagen und auch für ihr Sein und Wollen mit freiem freudigem Gehorsam sich dem Gesetze Dessen unterordnen, der auch jedem andern Wesen das Gesetz gezeichnet und dem Menschen nur den freien Pflichtgehorsam, als die ihn vor Allen adelnde Bestimmung vorbehalten. Allein das mehr oder minder Adäquate, die größere oder geringere Richtigkeit einer Ansicht von dem irgend einer Naturerscheinung zu Grunde liegenden Naturgesetze hat Nichts, hat nicht das Geringste mit dem sittlichen Berufe des Menschen gemein. Daß das Heer des Himmels nach dem Gesetze des Emen-Einzigen sich bewegt, die Erkenntniß ist dem Judenthum von unendlicher Wichtigkeit. Allein ob wir uns die Ansicht von diesem Gesetze nach der ptolemäischen oder copernikanischen Weltanschauung bilden, ist für die rein sittlichen Zwecke des Judenthums vollständig gleichgültig. Das Judenchum hat nie aus Diesem und Aehnlichem ein Osäo gebildet. (Siehe unser Programm des Jahres 1868.) Und wenn einmal die allerneueste Anschauung, die die ganze Mannigfaltigkeit des organischen Formenreichtums in ihrem Entstehen auf eine einzige, bildungsärmste, allererste Urform zurückführen zu können vermeint, mehr als was sie noch kaum zur Stunde ist, mehr als eine hypothetische Möglichkeit, für welche bis jetzt keine Thatsache der Wirklichkeit als Zeuge erscheint, geworden sein wird, dann wird der jüdische Gedanke, der Gedanke des Judenthums uns nicht wie der Präcone dieser Anschauung zur ehrfurchtsvollen Betrachtung einer vermeintlich noch lebenden Repräsentanz dieser Urform, als des ehrwürdigen Urahn's unser Aller hinrufen, dann wird das Judenthum seine Bekenner nur zu noch tieferer Anbetung des Emen-Einzigen führen, dessen unendlicher Schöpferweisheit und ewiger Schöpfungsgesetz-Allmacht das Schaffen eines einzigen formlosen Keimchens und das Geben eines einzigen Gesetzes der „Anpassung und Vererbung" genügte, um aus dem scheinbar regellosen und doch so Lief geregelten Ungefähr die ganze Mannigfaltigkeit der in ihrer specifischen Eigenthümlichkeit doch so stark und so constant gesonderten Gattungsformen hervorgehen zu lassen, in welcher sich gleichwohl sein lemino- (Gattungs-)Gesetz der Schöpfung verwirklicht. Denn dieses le-vaino-Gesetz, auf welches das Judenthum einen so bedeutenden Nachdruck legt und darin seinen Bekennern das Walten des Gotresgesetzes über alle organische Wesen vor Augen führt, es muß doch selbst diese Gattungs-Entstehungs-Theorie bestehen lassen, ihr Vererbungsprinciv ist ja nur eine Umschreibung des alten jüdischen lemino-Gesetzes, nach welchem jedes Individuum normal seine specifischen Eigenthümlichkeiten auf seine Nachkommen vererbt, ein Schöpfungsgesetz, das doch mit solcher Allmacht die organische Welt beherrscht, daß sellst in Mumiensärgen gefundene Samenkörner noch nach Jahrtausenden ihre Keimkraft treu bewahrt, und, gesäet, ganz den Pflanzen ähnliche Pflanzen erzeugte, die in der Umgebung ihrer Gräber wuchsen, und daß doch seit historischem Menschen-

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