Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
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- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1873
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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- Nossen 1× ep/1045325
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weiss» hm den Schöpfer de? Himmek und ihrer Neigen, der Erde und ihrer Gntwickelungen, der M^eS, was ftin Gepräge KW und was er zu seiner Offenbarung geschaffen^ m Form und Gestalt gekleidet^, der, wie er das Licht und die Finsterniß geschaffen, so alle Gegenstttze zur harmonischen WetteinheN fügt und darin selbst dem, was uns ein Uebel dünkt, em berechtigtes Dasein gibt^, der die Erde vermöge ihrer Bildung, Gestaltung und Richtung nicht zur Oede, vielmehr zu einer heiteren Wohnstätte geschaffen^ dessen Linke die Erde gegründet und dessen Rechte die Himmel gejpannt, und der ihnen noch zuruft und sie stehen seines Winkes gewärtig/, auf dessen Geheiß der Schnee und der Regen vom Himmel zur Erde und von der Erde sich wieder zum Himmel sammelt, nachdem sie die Erde getränkt, zum Kennen u»Ä Wuhsen gefördert und dem Sämann die Saat und dem Hungernden das Brod haben gebracht^, der den Himmel seinen Thron und die. Erde seiner Füße Schemel nennt und den kein Tempel und kein irdischer Raum umschließt ^. Sie weisen hin auf Den, von dessen Schaffen die Bildung der Erde, von dessen Weisheit die Anlage zur Menschenwelt, von dessen Berechnung aller gegenseitigen Wirkungen die Neige des Himmels zeugt, zum Donner seiner Wasserspende am Himmel führt er Wolken von der Erde hinauf, hat bereits Blitze für den Regenniederschlag bereitet, wenn er den Wind aus seinen Schätzen sendet ^. Er, der die Sonne zum Licht des Tages und die. Gesetze des Mondes und der Sterne zum Lichte der Nacht gegeben, als Gott aller Weltenheere wird er gedacht, und wie diese Gesetze nicht aus seiner Obhut weichen, so auch das Volk nicht, das er für die Erleuchtung der Menschen gesetzt ^. Und wenn dieses Volk das Gesetz seines Gottes verläugnet, dann lauet die Klage: Auch der Storch in den Lüsten kennt seine Bestimmungszeiten, Turteltaube, Schwalbe und Kranich wahren die Zeit ihres Kommens und mein Volk weiß nichts mehr von der Ordnung Gottes^ Oder: Thöricht Volk! Mich wollt Ihr nicht fürchten? der ich Sand zur Schranke dem Meere gegeben, ein ewiges Gesetz, das es nicht überschreitet, und stürmen sie dagegen, sie vermögen nichts, und wogen seine Wellen, sie überschreiten es nicht, und diesem Volke ward ein ungehorsamer Sinn, sie weichen ab und gehen ruhig dahin und sagen sich nicht: lasset uns doch Gott fürchten, der den Regen, den Früh-, Spätregen zur bestimmten Zeit gibt und unter dessen Obhut die unsere Erndte bedingenden Zeitgesetze ruhen". Laßt uns doch erkennen, allen Ernstes streben, Gott zu erkennen, wie des Morgens Aufgangspunkt sicher, so ist sein Aufgang uns gewiß, wie der Regen kommt er uns, wie der Frühjahrsregen die Erde tränkt". Und tief hat sich der jüdische Geist an dieser sinnigen Naturbetrachtung genährt. Sein Ideal ward: ein Baum zu sein, an Wassersquellen gepflanzt, der seine Frucht zur rechten Zeit gibt und kein Blättchen welken läßt, dem gleich an die Gotteslehre sein ganzes Sein zu pflanzen, aus ihr all sein Streben zu schöpfen, in sie all sein Sinnen aufgehen, durch sie all sein Thun und Lassen zeitigen und zur Reise bringen zu lassen. (Ps. 1, 2—3) An dieses Ablesen des Gottesnamens vom Himmel, diese, jedem unverfälschten Menschensinne zugängliche und verständliche Schrift knüpft sich seine Zuversicht in das endliche Gottesreich auf Erden, in das endliche Schwinden jeder Menschenfeindschaft und Selbstsucht von der Erde vor dem auf Alle!) das. 42, 5. t.) das. 43, 7. -) das. 45, 7. 2) das. 13. ^) das. 48, 13. °) das. 55, 10. «) das. 66, 1. Jerem. 10, 12. das. 31, 35. «) das. 8, 7- ^^.5 22. ") Hosea 6, 3.