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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1873-01-01 · 1873 · page 4

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1873
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580784--0289-2581217
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MtVMtdM, gehoben; WS ganze Leben des Denkens und Woliens, Schaffens und HaMelus, GenLeßM Md Leidens, das sociale, Familien- und volksgeselkschaMche Leben, das datoM tt- Mcht und die geschichtlichen Entwicklungen, in denen es sich entfaltet, mit einem Worte, eVeti die Wett dek Natur, des inneM und Sußern Müschen und der Geschichte, in dereni Berftättdnitz M immer forWreittNder Klarheit und Tiefe jeder Menschen bildende und erziehende NnM» richt den jangen Menschen einführen, M zum Begreifen dieser Welt med ihrer Beziehungen zu ihm Md seiner Beziehungen/ Stellung und Bestimmung in ihr anleiten will, eben dieses aMze physische, geistige Mb Miche Sein der hiniedigen Welt ist es ja, welches auch den Gegenstand der Belehrungen des Judenthums bildet. In die Wtt der von Himmel und Erde umspannten irdischen Existenzen führt es seine Jünger hin und fügt ihnen zu dieser ga^en Welt der Erscheinungen nur einen einzigen transcendeNtalen Begriff, den Gedanken: „Gott" hinzu, und zwsr wiederum nicht Gott in semer von Menschengedanken unfaßbaren, von Menschekwort unaussprechlichen Wesenheit an sich, sondern Gott in seiner Beziehung zur Welt, auf dach sie die Welt und sich aus Gott begreifen, und Gott in seiner Beziehung zur Welt und zu sich denken lernen, und so erst die Welt um sie und die Welt in ihnen unter dem Begriff jener Einheit sich zusammenfasse, der erst die ganze Mannigfaltigkeit der äußern und innern Erfcheinungswelt zu einem Kosmos gestaltet, zu der Verwirklichüng eines Einheitgedankens, der von dem denkenden Menschengeiste nachgedacht werden will und der ihm sein irdisches Universum und die innere Welt seines Denkens und Wollens zu einem Schauplatz gMetttstammter und gottverwandter Erscheinungen adelt. Es ist kein außerweltliches, überirdisches, jenseitiges — für den Menschengeist meist und für den jugendlichen Geist gewiß — unfaßbares Gebiet, für welches die Institution des Äldenthums das Bewußtsein der zum Denken erwachenden Menschenseele in Anspruch nwlmt, und es sind keine dunkeln, ahnungsvollen Vorstellungen, keine von dem Menschenverstände unconstruirbare Gedanken, die sie dem jugendlichen Menschengeiste entgegenirägt, alle ihre Lehren wenden sich in allererster Linie an den Verstand und wollen nur durch klares Berständniß aufs Gemuch, den Quell der Entschließungen und des Wollens Einfluß üben. Es steht auch nicht eine einzige ihrer Lehren im Widerspruch mit dem heitern, sinnlich geistig strebenden und dieses Strebens sich freuenden Leben der sich bewußt entfaltenden jungen Menschenseele. Wenn die junge Psyche die Welt anlacht und mit Schmetterlingsflügeln sich hinauswiegt in den sonnigen Strahl der sich ihr zu sinnlich geistigen Freuden eröffnenden Welt, da tritt die Institution des Judenthums diesem Lebensfrohsinn nicht als freudescheuchender Mentor entgegen, den aus den Blüthen der blumenreichen Erde nur der zur Sünde verlockende Duft anwehte, der die Erde nur M eine Uebuugsschule der Entsagung anblickte und dem nur über das Grab hinaus eine jenseitige Freude der Seligkeit winkte, die nur durch den Trauerflor um jede hiniedige Freude erkauft werden Wolke. Des Judenthums höchstes Ideal ist ein schon in hiniediger Freudigkeit heiter aufblühendes Leben; nicht in der Trauer, nicht in dem gebeugten Zerknirschtsein, nicht in gebrochenen Geistern und Herzen erblickt es die zu Gott hinaufführende Stimmung; eine schon im hiniedigen Leben mit allen seinen Bürden und Aufgaben, und eben durH sie schön hinieden zu gewinnende untrübbare Lebensheiterkeit seine Jünger zu lehren, ist sein letztes Ziel, und es beugt sich auch zu dem spielenden Mnde heiterlächelnd nieder und lehrt eH sein Gott selber freue sich an der Freude der Menschen.

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