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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1873-01-01 · 1873 · page 3

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1873
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580784--0288-2581216
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—SK- 4 -Mdie Beziehungen, welche dem speciell jüdischen Elemente für die von uns anzustrebenden allgemeinen menschlichen Bildungszwecke innewohnen, zu vermitteln, möchte nicht als ein apologetisches Plaidoyer pro äomo begriffen werden, glaubt vielmehr, rein objectiv, Freunden allgemeiner Jugendbildung einiges Interesse zu bieten, mittelbar vielleicht auch durch Würdigung des pädagogischen Werthes einer besonderen religiösen Institution zu einer gerechten Würdigung des Werthes religiöser Momente für die Bildungszwecke im Allgemeinen einigen Beitrag zu liefern. Wenn eine Institution nach ihrem pädagogischen Werthe, d. i. nach ihrer Befähigung oder Nichtbefähigung einen fördernden oder hemmenden Einfluß auf die Geistes- und Charakterbildung einer zu erziehenden Jugend erwogen werden soll, so ist es selbstverständlich, daß die Ergebnisse einer solchen Erwägung nichts über den absoluten Werth einer solchen Institution auszusprechen geeignet sein werden- Es kann eine Institution völlig unfruchtbar für pädagogische Zwecke sich erweisen, ja ihnen geradezu hemmend und hindernd im Wege stehen, nnd doch für die besondern Ziele, denen sie ihrer Bestimmung gemäß zu dienen hat, höchst vollendet erscheinen, und ebenso eine andere für pädagogische Zwecke reiche Ausbeute gewähren und doch den eigentlichen Zwecken ihrer Bestimmung gegenüber mangelhaft bleiben. Es sei denn, daß pädagogische Zwecke, Einfluß auf Geist und Charakterbildung überhaupt, ein wesentliches Attribut ihrer eigenen Bestimmung bilden. Dann freilich dürfte auch ihr absoluter Werth in dem Grade steigen und fallen, je nachdem sie sich gleichgültig, hemmend oder fördernd den Aufgaben Pädagogischer Wirksamkeit gegenüber verhielte. Soll nun eine Institution überhaupt für die Zwecke der Jugendbildung sich fruchtbar erweisen können, so muß zuerst das Gebiet, das sie beherrscht, in den Gesichtskreis des kindlich und jugendlich zum Bewußtsein erwachenden Menschengeistes gehören. Die Objekte, die sie deutet und über welche sie Wahrheiten grundlegend lehrt, müssen dieselben sein, an deren Erkenntniß und Verständniß überhaupt der jugendliche Geist sich zu üben hat. Die Wahrheiten, die sie lehrt, müssen die Fassungskrast der Jugend nicht übersteigen und müssen gleichzeitig sich ganz in derselben denkgerechten Bahn bewegen, in welcher die gesunde Entwicklung des Denkvermögens der Jugend überhaupt angestrebt wird. Je mehr ferner eine solche Institution dem ganzen Aufblühen der jugendlichen Seele homogen entgegen kommt, je heiterer sie den spielenden Versuchen der erwachenden Psyche zulächelt, je mehr sie mit deren Freude an der Freude selber eine Freude hat, je mehr sie der Heiterkeit des Kindes, dem Frohsinn des Knaben, der Begeisterung des Jünglings Heiterkeit. Frohsinn und Begeisterung hinzubringt und je weniger das Gegeutheil von allem Diesen ihrer Natur gemäß ist : um so geeigneter wird eine solche Institution erscheinen, auf die Geistes- und Characterbildung der Jugend wohlthätig einzuwirken und als willkommene Gehülfin dem pädagogischen Bemühen zur Seite zu treten. Betrachten wir unter diesen Gesichtspunkten die Institution des Judenthums, so ist es ja eben das ganze Gebiet des realen irdischen Seins und nur dasselbe, innerhalb dessen sich seine Erkenntnißlehren bewegen. Die Erde in der ganzen Mannigfaltigkeit ihrer unorganischen Formen und ihres unter dem Himmelsstrahl aufblühenden organischen Lebens; der Mensch in der ganzen Hoheit seines Seins und Könnens und Sollens in MAen dieser Erdwelt, und alle die leiblichen, geistigen und sittlichen Vermögen, -in deren Entfaltung die Erdwelt seine Welt, in welcher sie die Menschenwelt wird, sein Gepräge tragend, in den Dienst seiner Zwecke

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