Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1871
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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- 23 -D^-- fähigkeit in ihren beiden Faktoren der receptiven und productiven Geistesthätigkeit^ siekIM kalek ubmM nswb, hervorgehoben/ und ist rührend die Klage, mit welcher die spätern Geschlechter die Abnahme der Denk- und Gedächtuißkraft im Vergleich zu ihren Vorgängern bekannten/ Nichts, meinte man, gehe über den geistigen Genuß, den das „Higajon", das Eindringen in den Geist der Wissenschaft gewährt, und nie bleibe die reflectirende Geistesthätigkeit auf diesem Gebiete ohne beglückenden Gewinnst/ und kannte man ein solches Vertiefen in dieses Nachdenken, daß man von einem der Meister der Wissenschaft erzählte, er sei in solchen Gedanken am Sabbath weit über die Granze hinausgeschritten, und von einem Andern, er habe dabei seinen Mantel verloren, ohne es zu bemerken. Die Produkte eines sochen Nachdenkens nannte man die Triebe und Blüthen am Baume der Wissenschaft/ und erkannte man den mannigfaltigen Gebieten der wissenschaftlichen Aufgabe eine so organische Einheit und zugleich dem wissenschaftlichen Gedanken eine so lebendige, fortwachsende Triebkraft zu, daß man den Erfahrnngssatz niederlegte: du arbeitest auf Einem Felde, und dir unbewußt arbeitet dadurch der wissenschaftliche Gedanke in dir zugleich in einem andern Gebiete weiter/ — Doch, wir brechen für jetzt hier ab, — so Manches des Trefflichen und Charakteristischen wir anch noch aus den Anweisungen zum Studium, insbesondere auch über Lehr- Methode und über gegenseitiges Verhalten von Lehrern und Schülern und Studiengeuossen u. s. w. gerne unserer Skizze einverleibt hätten, — um schließlich noch Einiges aus dem Gebiete des eigentlichen Jugend-Unterrichts hervorzuheben, ein Gebiet, das ja der Veranlassung dieser Blätter näher liegen dürfte. Nichts Gott Heiligeres kannte man, als „die Kinder in der Schule". Wenn es in der Schrift heißt: versündigt euch nicht an meinen Geweihten/ so erkannte man in diesen „Gottgeweihten": die „Schulkinder".^ Jerusalem ist nur zerstört worden, mahnte man, weil man den Schulunterricht der Kinder vernachlässigt hatte." Der noch unschuldige Hauch lernender Kinder in der Schule ist die Erhaltung der Welt/" und der Stolz der Nation waren die Kinder." Das aufwachende Geistesleben der Kinder in der Schule ist Gottes eigenste Fürsorge,^ und die Licht verbreitenden Sterne am Firmament der Menschheit sind — die Schullehrer/^ und sie sind die eigentlichen „Wächter der Städte"." Selbst nicht um des Wiederaufbaues des Tempels willen dürste man den Schulunterricht stören/^ und jede » Aboth 6. L. — 2 Erubin 53. A. — 2 Das. d. — 4 Jerufch. Berachoth 5,1. Ebenso Erubill 54. d. — ° Sabbath 145, d. — « Sanheori» 99 d. — - Ps. 105, 15. — » Sabbath 11V, d. — » Das. — »<> Das. — " Echa rabbathi 1. — " Aboda Sava 3. d. — " Baba Bathra 8. d. — " Jerusch. Chagiga 1.7. — Sabbach 119. d.