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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1871-01-01 · 1871 · page 21

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1871
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580778--0258-2581106
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-^B- 22 -H^--- so ernsten Dienste der Wahrheit heiligen Wortes erblickte/ so viel Werth legte man auf die entsprechende Rede des lebendig lernenden und lehrenden Wortes. „Oeffne deinen Mund und lasse deine Worte leuchten", „der ganze Mensch muß beim Studium sein", sagte man zum Schüler, der leise studirte/ und wunderte sich nicht, daß Einer nach wenigen Jahren Alles wieder vergaß, was er sich nur leise sinnend eingeprägt hatte/ Besondern Nachdruck legte man aber auf korrekte Sprache, auf das mittheilende Wort und auf Zusammenordnen nach realer oder formaler Verwandtschaft und mnemotechnische Merkzeichen für diese Ordnung. Daß sich in Judäa die Wissenschaft erhielt, nicht aber in Galiläa, schrieb man der Beachtung und Vernachlässigung dieser dreier Hülfsmittel zu/ Selbst den melodischen Sprach-Rhythmus wollte, man beim Studium nicht vernachlässigt wissen. ° Bor Allem aber machte man den Grundsatz geltend: nur in Gemeinsamkeit wird die Wissenschaft erworben/ in Gemeinsamkeit von Lehrern und Schülern, oder gemeinsam studirender Genossen. Autodidaktisches Alleiustudiren schafft Jrrthümer, Thorheit und stumpft den Geist ab.^ Beobachtender Umgang mit Weisen, gegenseitige Kritik von Genossen, den Gedanken ventilirende Discussion von Schülern zählt der Studienkatechismus zu den vornehmlichsten Erwerbmittelu der Wissenschaft/ Gemeinsam zusammen Studiren nannte man: sich gegenseitig Fahnenträger-Dienste in der Wissenschaft leisten/ indem Einer den Andern auf deu rechten Weg führt und vor Abwegen schützt. Eisen schärft sich an Eisen, sagte man, so ist auch der Studiengenosse der geistige Wetzstein für den Genossen/" Insbesondere aber meinte man: wer lernen will, unterrichte! Vieles, gestand ein gefeierter Gelehrter seiner Zeit, habe ich von meinen Lehrern gelernt, von meinen Genossen noch mehr als von meinen Lehrern, aber von meinen Schülern mehr als von ihnen Allen!" Die lohnende Blüthe alles Studirens erkannte man aber in der Idee, in Gewinnung der motivirenden und motivirten Gedanken-Anschauung. Erst wirst du eine Cisterne, dann ein Brunnen, lautete der sinnvolle Ausdruck, mit welchem man die das Aufgenommeue selbstthätig weiter verbreitende Gedankenthätigkeit als Höheziel der Geistesarbeit bezeichnete/^ und nannte daher der wiederholt citirte Studienkatechismus „Denkübung" als das dritte, die Uebung im Hören und Sprechen erst in ihrem wesentlichen Ziele ergänzende Erwerbsmittel der Wissenschaft. Klar wird dabei die auszubildende Denkt Iowa 19, a, — 2 Berachoth 28, a. Erubin 54. a. — » Erubin das. — Erubin 53, s.. 54, d. — s Megilla 32. ». — « Berachoth 63, b. Makkoth 19. ». —? Das. — « Aboth 6. 6. — « Sabbath 63, a. — " Thaamth 7. a. - » Das. — " Berachoth 6, d. 63. d. — » Aboda Sara 19, a.

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