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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1871-01-01 · 1871 · page 16

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1871
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580778--0253-2581101
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-M- 17 „König" unter den juridischen Autoritäten seiner Zeit, zugleich als Astronom und Arzt glänzte.^ Es stehen aber die einzelnen Theile dieser Wissenschaft real und formal in einem solchen organischen Zusammenhang, daß nur Der in irgend einem Gebiete derselben als maßgebende Autorität anerkannt wurde, der die Wissenschaft in ihrer Totalität in sich aufgenommen hattet Dabei ward jeder Gegenstand synthetisch und analytisch, durch „Gemara und Sebara"/ verarbeitet. Die Lehrsätze jeder Disciplin wurden in erschöpfender Vollständigkeit angeeignet und zum klaren Verständniß gebracht, und ein jeder derselben in seiner Ableitung und seinen Motiven aus allgemeinen Grundsätzen eingesehen. Man ging überall von dem Einzelnen auf das Allgemeine zurück, und alles Allgemeine ward in zahlreichen Problemen seiner Anwendung erprobt und verdeutlicht. Die hier angedeuteten Studien umfassen das Hauptgebiet der Wissenschaft, die „Halacha". Ihr zur Seite ging die Aufgabe des „Midrasch": an der Hand der überlieferten Halacha den kurzgefaßten schriftlichen Text des Gesetzes in allen Feinheiten seines Ausdruckes zu verstehen, und in den zarten Nüancen desselben die in dieselben niedergelegten Andeutungen der Gesetzes-Modalitäten aufzufinden, und die „Agada": die poetische und rhetorische Verwerthung der Ergebnisse dieses Gesammtgebietes zur Beleuchtung der nationalen Vergangenheit und Gegenwart, sowie der mannigfaltigen Beziehungen des individuell menschlichen Lebens in belehrenden Erklärungen, Vorträgen, Sprüchen, Parabeln u. s. w. R. Meir's Lehrvorträge bewegten sich gewöhnlich in allen diesen Formen, der halachischen Gesetzeswissenschaft, der Agada und der Parabeln.^ Das poetische und rhetorische Gebiet der Agada war jedoch nicht Allen eigen, und manchem hochbegabten Mann, der sich darin versuchte, ward die freundliche Mahnung: was willst du in dem Blumengefilde der Agada, bleibe bei dem Ernst deiner Halacha. — Und für alle diese Studien gab es keine schriftlichen Lehrmittel. Außer dem kurzgefaßten schriftlichen Gesetzestext und den diesem angeschlossenen Büchern der Propheten und der heiligen Schriftsammlung waren keine Bücher der Wissenschaft vorhanden, ja, es durfte Jahrhunderte hinab grundsätzlich nichts von der Wissenschaft in Schrift gefaßt werden. Alles, wie es mündlich empfangen worden, mußte mündlich gelehrt und weiter tradirt werden, und selbst, als der schwere Drang der Zeiten eine schriftliche Codificirung der Gesetzeswissenschaft unumgänglich machte, ward dieselbe wiederum nur auf reine Synthese kurz und prägnant gefaßter Normal-Lehrsätze beschränkt; der analytische Geist t Berachoth 58, d. Baba Mezia 85, d. - - Ierusch. Chagiqa 1, 8. - - Berachoth 63. d. Sucka 28, d. Eruwin 13, a. — Sanhedrin 38, d. — Chagiga 14, s.. Sanhedrin 38, d.

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