Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1871
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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14 -Hm zelne, es waren vielmehr Tausende um hervorragende Lehrer der Wissenschaft versammelt, und von diesen Tausenden waren Viele, vielleicht die Meisten, Familienväter, deren Haus inzwischen von ihren Frauen ernährt ward/ Sein Studium geht dem Studium seines Sohnes vor, wenn sie nicht beide studiren können, lautete der Grundsatz; ist aber der Sohn der Begabtere und ist er fleißig, erfolgreich im Studium, und bleibt ihm das Erlernte, so geht des Sohnes Studium vor. So schickte Rab Acha seinen Sohn auf die Akademie Abaji's. Als er aber in den Ferien nach Hause kam und es sich fand, daß er das Vorgetragene nicht präcis erfaßt hatte, sagte der Vater zu ihm: ick bin fähiger, bleibe du zu Hause, ich gehe hin/ Wie Rabi Akiba durch seine Frau zum Besuche der Lehrakademie und zu einem zweimal zwölfjährigen Verweilen veranlaßt wurde, so war es überhaupt nichts Ungewöhnliches, daß gleich in den Ehepakten ein mehrjähriger Besuch des Lehrhauses stipulirt wurde. Mancher kam wöchentlich zum Sabbath nach Hause, mancher blieb auch jahrelang abwesend, so daß er in seinem inzwischen veränderten Wohnort sein Haus nicht wiederfinden konnte, oder seinen inzwischen herangewachsenen Sohn nicht wiedererkannte und von dessen trefflicher Geistesentwickelung überrascht wurde/ Der Wissenschaft Beflissene, die von Stadt zu Stadt, von Land zu Land wandern, um hervorragende Lehrer für ihr Studium aufzusuchen, ist etwas ganz Gewöhnliches/ und Rawa bat seine Zuhörer, sie möchten doch in den Frühjahrs- und Herbstmonaten, wo ihre Feldarbeit ihrer am Meisten bedurfte, zu Hause bleiben, damit sie nicht das ganze Jahr durch Nahrungssorgen gestört würden/ Wie zahlreich solche Lehrversammlungen besucht waren, läßt sich aus mehreren Notizen schließen. Zwölf Tausend Schüler sollen von R. Akiba die Lehre empfangen habend Rabban Gamliel forderte von jedem zuzulassenden Schüler erst einen positiven Nachweis seiner sittlichen Führung. Sein interimistischer Nachfolger, R. Elasar ben Asarja, Hub diese Beschränkung auf und befolgte den Grundsatz, jeden zuzulassen, so lange nicht das Gegentheil hinsichtlich seiner sittlichen Führung konstatirt war, und da wurde in Einem Tage die Vermehrung der Sitze im Lehrhause um vierhundert, nach Andern sogar um siebenhundert nothwendig.^ Und noch aus späterer Zeit: Als wir bei R. Elasar studirten, sagte Rabbi, saßen wir unser sechs in einer Elle, und R. Jochanan: als wir bei R. Oschaja studirten, saßen wir vier in einer Elle/ Wenn die Studirenden Rab's Lehrhaus verließen, blieben zwölfhundert dort zurück, die dort ihren Tisch hatten, in R. Huna's blieben achthundert zurück. R. Huna brauchte dreizehn Assistenten, » Kiduschin 29, b. - - Das. — » Kethuboth 63, b. — Berachoth 63, b. Baba Bachra 8, a. — ° Berachoth 35. b.— « Jebamoth 62, b. — ' Berachoth 28, a. — ° Erubim 53, a. —