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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1871-01-01 · 1871 · page 6

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1871
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580778--0243-2581091
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--^ 7 -Hm-- wärtig, und Gott horcht auf, wo Sätze seiner Wissenschaft Gegenstand der Unterhaltung der Menschen bilden.^ Elternehre, Liebesthätigkeit und Friedenstisten sind Thätigkeiten, deren Früchte schon in diesem Leben zum Genüsse kommen, deren Stammverdienst in die Ewigkeit reicht; die Pflege der Wissenschaft übertrifft auch hierin sie alle/' Denn, wenn groß ist ein Leben treu erfüllter Pflicht, so ist die Wissenschaft das noch Größere, weil sie die Mutter der Pflichttreue ist.^ Wie der Säugling täglich an der Mutterbrust trinkt, so hat der Mensch täglich an den Brüsten der Wissenschaft sich zu nähren/ Wissenschaft ist Begleitung dem Einsamen, Arzenei dem Kranken, Stärkung dem Schwachen; alle andern Mittel gewähren nur für Einzelnes Heilung, Wissenschaft ist die Panacee für Alles. 5 Es gibt drei Kronen: die Krone des Priesterthums, die Krone des Königthums und die Krone der Wissenschaft. Die Krone des Priesterthums ward dem Aharousstamme zu Theil, die Krone des Königthums fiel Davids Geschlechte zu, die Krone der Wissenschaft liegt noch frei für Jeden; wer will, komme und erringe sie/ Freilich will sie nur mit reinem Sinne gepflegt werden, durchsichtig muß der Jünger der Wissenschaft sein, sein Inneres lauter wie sein Aeußeres. Wehe dem, der kein Haus hat und an einer Thür zu seinem Hause zimmert;^ die Pflichttreue ist das Lebenshaus des Menschen und die Wissenschaft die Pforte dazu, und Zweck aller Wissenschaft ist: immer besser werden und Gutes übeu.^ Dem Reinen ist die Wissenschaft Lebensbalsam und Gift dem Unlantern.^ Werde mit deinem Leben ein Präcone für die Wissenschaft! Siehe, wenn Jemand aus der Schrift und der Lehre und dem Umgange mit Weisen die Wissenschaft geschöpft, und sie nun in der Verständigkeit seiner Rede, in dem Ansprechenden seines Umgangs und in der Treue seines Verkehrs bethätigt, dann zeigen die Menschen auf ihn und sprechen: Heil dem, weil er die Wissenschast gelernt, Heil seinem Vater, der ihn die Wissenschaft gelehrt, weh' den Menschen, welche die Wissenschaft nicht gelernt, seht diesen Jünger der Wissenschaft, wie schön ist sein Wandel, wie geordnet Alles, was er thut! Von ihm spricht Gott: Du bist mein Diener, der mich verherrlicht." Wer sich in reinem Sinne mit der Wissenschaft beschäftigt, der erreicht gar Vieles damit, und verwirklicht zugleich in sich selbst den Zweck der Schöpfung. Er wird ein Menschenfreund und erwirbt die Liebe der Menschen, liebt und erfreut Gott, liebt uud erfreut die Menschen, und sie bekleidet ihn mit Bescheidenheit und Gottesfurcht, macht ihn fähig, gerecht und opferfreudig, gerade und treu zu werden, entfernt t Aboth 3, 3. — 2 Pea 1, 1. — 3 Kiduschin 40, Ä. — 4 Erunnn 54, b. — b Eruwin 54, A. — « Iowa 72, d. — ' Das. — « Das. — » Berachoth 17, A. — " Joma 72, d. — " Jonra 86,

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