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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1870-01-01 · 1870 · p. Seite 16

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1870
Date
1870-01-01
Page
Seite 16 (sequence 17)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580776--0212-2581059
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gefunden, deren bloße Formulirungsversuche die bewegendsten Hebel der socialen Welt der Gegenwart bilden; wie daher dieses altjüdische Gesetz und dessen Bekenntniß in Wahrheit den diametralen Gegensatz zu so manchem Erkenntniß scheuenden, Gemüth knickenden, die Unmündigkeit der Menschheit pflegenden Systeme bildet, mit welchem so oft und so gern man gedankenlos es zusammenwirft, und wie deshalb der wahre und treueste Bekenner dieses altjüdischen Gesetzes, der als obscurantester Separatist verschrieene orthodoxe Jude, leicht der licht- und menschenfreundlichste Kosmopolit sein dürfte. Und an der Hand der gewonnenen naturwissenschaftlichen Kenntniß wird sie ihre Jugend zur erkennenden und denkenden Umschau in der Natur leiten und sie die Ueberzeugung gewinnen lassen, wie die wissenschaftliche Naturbetrachtung, die jedes Wesen, jede Erscheinung, jedes Sein und jedes Werden als das Produkt nach bestimmten Gesetzen in Stoffen und Organen und mittelst derselben wirkender Kräfte erkennen und denken lehrt, nichts als den Kommentar zu der jüdischen Wahrheit liefert, welcher jedes Sein und jedes Leben verwirklichte Gottesgedanken, Werke Gottes sind, der die Gedanken gedacht, der die Gesetze gesetzt, und seinen Menschen mit einem Hauch von Seinem Geiste begabt, der ihn befähigt, Gott in seinen Werken zu schauen, in ihnen Seinen Gedanken und Seinen Gesetzen nachdenkend zu folgen, auf, daß ihm jedes kleinste Wesen und jede leiseste Erscheinung den Schöpfer und Gesetzgeber entgegenbringe, der auch sein Schöpfer und Gesetzgeber ist und dem auch er als Gottesgeschöpf und Gottesdiener mit jedem Hauche seines Daseins und jeder Regung seiner Kräfte ein Ihn verkündendes, Ihn verherrlichendes Leben leben soll. Sie wird sie zu der Erkenntniß führen, wie eben nur der jüdische Gottesgedanke, und zwar der Gotteinheit-Gedanke, die wissenschaftliche Naturforschung erzeugt und die Voraussetzung des Naturforschers bildet, der, die Gedanken in der Natur, das Gesetz in der Weltordnung, das Gesetz selbst in dem scheinbaren Spiel des Zufalls suchend, die Welt als eine Welteinheit betrachtet und als Ideal seiner Forschung den Moment vorahnend mit Entzücken begrüßt, wo es gelungen sein werde, alle die Naturgedanken in Einen Gedanken, alle die Weltgesetze in Ein Gesetz zusammen zu fassen, und somit in Wahrheit von Einem Denkenden gedacht, von Einem Gesetzgeber geordnet, Werk und Diener Eines — Werk und Diener des Einen Einzigen, den sein Mund verleugnet und zu dessen in dem Geiste aller denkenden Menschen sich erhebenden Tempel doch jedes wahre Ergebniß seines Forschens — uöbewußt und widerwillig — einen Stein der Verherrlichung trägt--- Und sie wird zur Mitträgerin und Mitvollenderin dieser Erziehungsaufgabe sich die

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