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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1864-01-01 · 1864 · page 27

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1864
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580774--0071-2580994
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— 28 — er nicht, von dem Glänze geblendet, das unerträglich finden soll, was doch nur geschaffen ist, ihm einen höheren Genuß zu gewähren. Es dürfte die gleiche Beobachtung sein, welche uns den Schlüssel zu oben erwähnter leidigen Erfahrung liefert. Ich bin hier nun glücklicher Weise in dem allgenehmen Falle, der Mühe eiller positiven Darlegung dessen überhoben zu sein, was zu einem guten Styl-Unterricht gehört; denn unsere Schulbücher- Literatur ist nicht arm an zweckmäßigen und brauchbaren Handbüchern. Die Bemerkungen, welche ich anfügen möchte, sind daher mehr negativer Natur. In zwei Hauptpunkten wird nicht selten gesehlt und zwar in der Wahl des Thema's und dann in dem Quantum der Aufgaben. Die Aufsätze, welche unsere Schüler zur Bildung des Styls machen sollen, müßten noch den nachgeordneten Zweck haben, daß der Schüler das bereits Erlernte zu reproduciren angeleitet werde. Wird das Thema aus diesem Bereiche entnommen, so kann man gewiß sein, daß ein nur irgend begabter und fleißiger Schüler seine Aufgabe gern und auch glücklich lösen werde. Denn der Stöfs ist seiner Anschauung nicht fremd, durch gepflogene Unterhaltungen und zweckmäßige Belehrung geleitet, hat er sich darüber auszudrücken gelernt, und die Besprechung jedes neuen Themas bietet auch dem Lehrer wenig Schwierigkeit weiter dar. Denn in der Wahl der Themata kann sehr leicht nach zwei Seiten hin gefehlt werden. Entweder gehen dieselben über den geistigen Horizont des Schülers hinaus, und dann weiß er nicht, was er damit anfangen soll, er ergeht sich in altklugen, im Leben oft gehörten Redensarten, ohne seine Arbeit im Zusammenhang zu einem Ganzen gestalten zu können; — oder er ist mit dem Stoff gar nicht, oder nicht genügend vertraut, und der Schüler steht rathlos da, weil Unmögliches von ihm verlangt wird. Die Beurtheilung eines mühsam zusammengebrachten Aufsatzes kann unmöglich günstig ausfallen und muß das Vergnügen an freien Produetionen niederhalten, statt es zu wecken und zu nähren. Das ist nicht übertrieben. Wenn einmal der verständige Inspektor zahlreicher Stadt- und Landschulen die Themata sammeln und durchblicken würde, welche die Lehrer ihren großen und kleinen Schülern geben, wie manchmal würde er über ihre Verkehrtheit erschrecken! Ein vernünftiges Thema hingegen berücksichtigt, daß

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