Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 276 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-76 L2 OUG'LL Gott so angenehm, daß er ausrief: Wenn auch des Abrahams Nachkommen noch so viel sündigen werden, so werde ich doch in Ewigkeit dieses angenehmen Geruchs eingedenk seyn, und allezeit ihrentwegen die wesentliche Eigenschaft der Gerechtigkeit, in die Eigenschaft der Barmherzigkeit und Liebe verwandeln. — Rabbi Eliejer schreibet in seinem 29., Cap. Der, welcher mir einem Unbcschnittenen isset, ist gleich als wenn er mit einem Hunde gegessen hätte, denn dieser ist auch nicht beschnitten, und hat seine Vorhaut noch. Wer einen Unbeschnitrenen anrühret, der lhut eben so viel, als wenn er einen Tobten berühret; wer sich mit einem Unbeschnitrenen in Gesellschaft badet, der badet sich mir einen Aussätzigen, denn die Unbeschnittenen sind bey ihren Leben als todt, und in ihrem Tode als Aas anzusehen, und ihr Gebet wird niemals bey Gott erhöret, wie es von ihnen Ps. 11 >, 7. heißet: „Die Todtey werden den Herrn nicht loben." —- Hieraus nun können unsere Leser zur Gnüge urtheilen, wie sehr sie uns zu beschimpfen glauben, wenn sie uns Arelim, oder Unbeschuittene nennen. Indessen kann man ihnen aus den Propheten, und auch auch aus den Schriften ihrer Rabbinen beweisen, daß sie sich selbst Unbeschnittene nennen sollten; denn es heißt in des Rabbi Bechai Auslegung der 5 Bücher Mose, über;tenV. Mos. go, 6. „Der Herr dein Gott wird dein Herz beschnei-